Sport : Deutsche Leichtathleten gut unterwegs Medaillenchancen bei WM mit Kugel und Stab

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Moskau - Die deutschen Kugelstoßerinnen und Stabhochspringer kämpfen heute bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Moskau um die Medaillen. Auch der WM-Vierte André Niklaus lag im Siebenkampf auf Medaillenkurs, rutschte aber trotz drei persönlicher Bestleistungen über 60 Meter (7,06), im Weitsprung (7,64) und Hochsprung (2,07) nach vier Wettbewerben mit 3452 Punkten vom dritten auf den sechsten Rang ab. In Führung liegt Bryan Clay (USA/3616), der Zehnkampf-Weltmeister von 2005, vor Freiluft-Weltrekordler Roman Sebrle (Tschechien/3578). Das Ziel von André Niklaus ist es heute, durch starke Leistungen über 60 Meter Hürden, im Stabhochsprung und über 1000 Meter seine eigene Bestmarke von 6006 Punkten zu erreichen.

Hürdensprinterin Kirsten Bolm (Mannheim), WM-Vierte von Helsinki, kam gestern in der deutschen Jahresbestzeit von 7,91 Sekunden ins Finale und belegte dort nach schwachem Start in 7,93 Sekunden nur Rang fünf. Für Thomas Blaschek (Leipzig) blieb im Endlauf nach der Steigerung seiner Bestzeit auf 7,57 Sekunden der achtbare sechste Platz.

Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln), der nach 2003 in Birmingham zum zweiten Mal nach dem Titel greift, und der erst 21-jährige Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg) blieben in der Qualifikation bis 5,65 Meter ohne Fehlversuch und verpassten dann die 5,70 Meter.

Die Kugelstoßerinnen Nadine Kleinert aus Magdeburg und Petra Lammert aus Neubrandenburg machte es besser als die am Vortag in der Qualifikation ausgeschiedenen Männer. Die Olympia- Zweite Kleinert übertraf die geforderte Weite mit 18,57 Meter auf Anhieb und rechnet mit einem spannenden Wettkampf. „Platz eins an Natalja Korschanenko aus Weißrussland ist weg. Ich bin gespannt, was dahinter rauskommt, und möchte meine Hallen-Bestleistung von 19,35 Meter aus dem Jahr 2000 übertreffen“, sagte sie. Nach einem Sicherheitsversuch soll ihr Motto dann „alles oder nichts“ lauten. Die WM-Bronzemedaille von vor zwei Jahren in Budapest bekam Kleinert erst bei den deutschen Titelkämpfen in Karlsruhe vor zwei Wochen nachgereicht, nachdem Siegerin Wita Pawlitsch (Ukraine) wegen Dopings disqualifiziert und als Wiederholungstäterin lebenslang gesperrt wurde.

Spannend machte es die deutsche Hallenmeisterin Lammert, die für ihre 18,24 Meter drei Versuche benötigte und mit 16,93 Meter begonnen hatte. „Das kann ich normalerweise locker aus dem Stand. Ich habe die glatte Kugel nicht richtig getroffen. Endlich die Qualifikation geschafft, das war sehr aufregend“, gestand Lammert. Im Vorjahr in Helsinki war sie in der Qualifikation gescheitert. dpa

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