Sport : Deutsche Schwimmer überzeugen bei Kurzbahn-EM

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Helsinki - Mit einem fulminanten Finale haben Deutschlands Schwimmer ihre Spitzenposition in Europa verteidigt. Zwei Siege am Samstag und der abschließenden Titelgewinn durch Antje Buschschulte machten die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) doch noch zum Erfolgserlebnis. Sechs Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen stehen am Ende zu Buche. Aktuell gibt DSV-Sportdirektor Örjan Madsen dem deutschen Schwimmsport dennoch die Gesamtnote drei: „Wir haben noch ein unheimliches Verbesserungs-Potenzial.“ Im März findet in Melbourne die WM statt.

Die deutschen Stars überzeugten in Helsinki: Janne Schäfer schwamm nach Einzel-Gold über 50 m Brust auf der doppelten Distanz zu Bronze. Antje Buschschulte geriet über 100 m Schmetterling mit drei deutschen Rekorden fast in einen Schwimm-Rausch und holte in der Glanzzeit von 56,94 Sekunden Gold. Die Magdeburgerin Buschschulte staunte über sich selbst: „Ich habe Schmetterling auf der kurzen Bahn nie ernst genommen.“ Jubelnd stieß die 27-Jährige die Arme in die Luft. Drei Starts, drei Rekorde und Gold waren auch für sie eine Überraschung.

Im Finale über 100 m Rücken feierten Helge Meeuw mit Silber und Thomas Rupprath mit Silber und Bronze erneut einen doppelten Medaillengewinn. Rupprath schwamm sich nach verlorenen Titeln über 50 m Rücken und 100 m Schmetterling endgültig frei. Der Weltrekordler aus Hannover griff innerhalb von einer Stunde zu Bronze über 100 m Rücken und Silber im Schmetterling-Sprint über 50 m. „Die Batterie ist leer. Ich hatte nicht mehr drauf“, entschuldigte er sich.

Helge Meeuw hatte gegenüber Arkadi Wjatschanin (Russland/51,11) zum zweiten Mal das Nachsehen. Fünf Hundertstelsekunden fehlten Meeuw zum zweiten Einzel-Titel. Doch mit Gold über 50 m Rücken, Staffel-Titel und -Weltrekord über 4 x 50 m Lagen sowie Silber im Rücken-Rennen über 200 m war Meeuw im DSV-Männerteam der Gewinner - und lachte über den knappen Rückstand: „Wjatschanin hat einfach längere Arme als ich.“ dpa

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