Sport : Deutsche Wasserballer hoch zufrieden

Rom - Mannschaftskapitän Marc Politze wollte es „richtig krachen lassen“. Für Deutschlands Wasserballer war die Welt nach der 6:9-Niederlage gegen Olympiasieger Ungarn und dem sechsten WM-Platz in Ordnung. Besser platziert war ein deutsches Team bei einer WM zuletzt 1991 auf Platz fünf und bei Olympia in Athen 2004 ebenfalls als Fünfter. „Mit der Mannschaft mehr rauszuholen, wäre sehr schwer gewesen“, stellte Bundestrainer Hagen Stamm fest. Die Fortsetzung seiner Trainer-Karriere ließ der Berliner offen: „Ich fahre jetzt erstmal nach Hause und werte die WM aus.“ Die Goldmedaille in Rom sicherte sich am Samstagabend Serbien nach einem dramatischen Endspiel gegen Spanien. 7:7 hieß es nach der Verlängerung, mit 7:6 entschied Serbien das Spiel im Penaltyschießen am Ende für sich. Rang drei ging an Titelverteidiger Kroatien durch ein 8:6 gegen den Olympia-Zweiten USA.

Stamm war am Ende „rundum zufrieden“. Kritik an der WM-Nominierung mit 11 von 13 Spielern von Spandau 04 ließ er nicht zu. „Die Nominierung war richtig“, sagte Stamm, der auch Vereinsvorsitzender des Rekordmeisters ist und neben seinem Schwiegersohn Marc Politze als gesetztem Kapitän auch seinen Sohn Marko ins Team holte. „Wer das anders sieht, der sieht das sicherlich auch durch die Lokalbrille. Dafür habe ich auch Verständnis.“ In Rom habe sich gezeigt, „dass man mit einer nicht so talentierten Mannschaft, die kämpft, Berge versetzen kann“, sagte Stamm. „Man braucht nicht nur Stars, sondern auch Arbeiter.“ dpa

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