Sport : Deutscher Gegner überzeugt: Polen siegt zum zweiten Mal

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Halle/Westfalen - Polens Handball-Nationalmannschaft ist recht ansprechend in die Weltmeisterschaft gestartet. Die mit Bundesliga-Stars gespickte Mannschaft des Magdeburger Trainers Bogdan Wenta setzte sich zum Auftakt am Samstag vor 6500 Zuschauern im westfälischen Halle 29:15 (12:9) gegen Argentinien durch. Gestern legten die Polen nach und bezwangen Brasilien ebenfalls in Halle klar mit 31:23 (15:13). Bundestrainer Heiner Brand sah schon gegen Argentinien einen hochverdienten Erfolg der Polen, die auf den Vergleich mit dem WM-Gastgeber am Montag gut vorbereitet zu sein scheinen.

Auch Titelkandidat Kroatien und Geheimfavorit Island sind souverän in die WM gestartet. Vor 5900 Zuschauern kam der zweimalige Olympiasieger Kroatien in Stuttgart zu einem lockeren 35:22 (18:11)-Erfolg gegen Marokko und sorgte in der Vorrundengruppe F gleich für klare Verhältnisse. Zumal sich Russland anschließend einen Fehlstart gegen Südkorea erlaubte. Der hoch gehandelte viermalige Olympiasieger und dreimalige Weltmeister kam gegen die bedingungslos kämpfenden Asiaten nicht über ein 32:32 (17:15) hinaus.

Das vom Gummersbacher Bundesliga-Coach Alfred Gislason trainierte Island trumpfte dagegen auf und gewann gegen Australien in der Gruppe B ungefährdet mit 45:20 (26:9). „Wichtig war, dass wir gut in die WM gestartet sind und wir für die nächsten wichtigen Spiele auch etwas Kraft sparen konnten. Das nächste Spiel gegen die Ukraine ist schon sehr bedeutsam für uns“, sagte Gislason. Die Ukraine unterlag im anderen Spiel der Gruppe B in Magdeburg Frankreich mit 21:32 (8:17). Vor 7300 Zuschauern unterstrich der Europameister, der in Nikola Karabatic vom THW Kiel und Luc Abalo mit jeweils fünf Toren seine besten Werfer hatte, gleich im Auftaktmatch seine Ambitionen auf den WM-Titel. „Wir haben mit einer starken Ukraine gerechnet. Doch meine Mannschaft hat konzentriert gespielt, und ich bin sehr zufrieden“, sagte Frankreichs Trainer Claude Onesta.

Titelverteidiger Spanien kam gegen Ägypten vor 7500 Zuschauern in Bremen zu einem hart erkämpften 33:29 (16:16)-Erfolg. In einer packenden Partie auf hohem Niveau waren die Afrikaner bis elf Minuten vor Schluss dem Weltmeister ebenbürtig. Gestern aber hatte das Team von Trainer Juan Carlos Pastor weniger Mühe und gewann mit 41:18 (21:9) gegen Außenseiter Katar auch das zweite Gruppenspiel in Bremen. Nach dem eingeplanten Kantersieg steht der Weltmeister bereits so gut wie in der Hauptrunde, die in der Mannheimer Arena ausgespielt wird.

Ein Torefestival erlebten die 9000 Zuschauer in der ausverkauften Kieler Ostseehalle. Norwegen setzte sich mit 41:13 (21:8) gegen Angola durch und feierte damit den höchsten Sieg des ersten Spieltags. dpa

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