Sport : Deutsches Quintett steht im Viertelfinale

Gerd Glaner

Ein deutsches Quintett kämpft bei den 10. Weltmeisterschaften im Amateur-Boxen in Houston/Texas um den Einzug in die Medaillen-Ränge. Als Letzter zog am Montagabend Halbweltergewichtler Ali Ahraoui (Kohlheck) in die Viertelfinals ein, nachdem dies zuvor bereits der Berliner Superschwergewichtler Cengic Koc, die beiden Hallenser Steven Küchler (Welter) und Norman Schuster (Leicht) sowie Schwergewichtler Steffen Kretschmann aus Glauzig geschafft hatten. "Damit können wir im wesentlichen zufrieden sein, auch wenn mehr möglich gewesen wäre", sagte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze, der damit ein insgesamt positives Zwischenfazit zog.

Der Wormser durfte vor allem mit seinen Youngstern zufrieden sein, die die Erwartungen bisher ausnahmslos erfüllten. Als letzter der Weltmeisterschafts-Debütanten feierte Ali Ahraoui seinen WM-Einstand mit einem Abbruch-Sieg in der zweiten Runde über den völlig unbekannten Syed Fahmy aus Singapur. Der Kohlhecker zwang seinen Kontrahenten in der zweiten Runde drei Mal zum Zeit nehmen, so dass der Ringrichter den ungleich gewordenen Kampf abbrach. "Vorher war ich schon sehr aufgeregt. Das hat sich aber schnell gelegt. Nun will ich die Medaillenchance natürlich nutzen", versprach der 20-Jährige.

Für Vize-Weltmeister Falk Huste aus Frankfurt an der Oder endete sein dritter WM-Anlauf hingegen unbefriedigend. Der Federgewichtler unterlag dem US-Amerikaner Ricardo Juarez mit 6:12 nach Punkten. Huste lag anfangs der zweiten Runde bereits mit 5:1 in Führung, verlor gegen den stürmisch angreifenden Lokalmatadoren dann aber völlig seine boxerische Linie. "Das darf einem so erfahrenen Mann nicht passieren", haderte Ranze mit seinem Staffel-Kapitän. Der ging mit sich selbst ebenso hart ins Gericht. "Ich habe anfangs der zweiten Runde ein paar Fehler gemacht und dann das Konzept verloren", gestand der 27-jährige Frankfurter ein.

Immerhin 33 Länder können sich noch Hoffnungen auf Medaillen machen. Kuba stellt mit neun Viertelfinalisten einmal mehr die stärkste Vertretung. Rumänien, Kasachstan und Usbekistan sind noch jeweils siebenmal vertreten. Gastgeber USA kann noch auf sechs Medaillen hoffen.

Norman Schuster hatte mit einem überzeugenden 9:5-Sieg über den Vize-Weltmeister Tumentseg Uitumen (Mongolei) für den Höhepunkt des Montags aus deutscher Sicht gesorgt. "Ich hatte gegen den sehr druckvollen Mongolen nichts zu verlieren. Er musste gewinnen, ich nicht", kommentierte der erst 19-Jährige die Konstellation aus seiner Sicht. Schuster ließ sich nie stellen und hatte bei einer 8:3-Führung nach der dritten Runde die Vorentscheidung geschafft.

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