Sport : Deutschland-Achter erleidet Schiffbruch

Ausgerechnet der ruhmreiche Deutschland-Achter hat bei den Weltmeisterschaften Schiffbruch erlitten. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam am Mittwoch im Hoffnungslauf der Titelkämpfe in Kanada nicht über einen vierten Rang hinaus und verpasste damit erstmals in der seit 1986 währenden Ära von Trainer Ralf Holtmeyer den Einzug in das WM-Finale. Saft- und kraftlos musste sich die Crew um Schlagmann Marc Weber (Berlin) den Niederlanden, Rumänien und Australien mit fast sieben Sekunden Rückstand geschlagen geben. "Das war gar nichts. Das kann nicht unser wahres Leistungsvermögen gewesen sein", meinte der frustrierter Cheftrainer Holtmeyer.

Nur drei Tage nach der blamablen Vorstellung im Vorlauf, wo das hochgehandelte Team nicht über Platz fünf hinaus gekommen war, dümpelte der einstige Stolz der DRV-Flotte erneut der Konkurrenz chancenlos hinterher. Nach zwei ernüchternden Schlappen binnen drei Tagen steht nun auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sydney auf dem Spiel. Nur bei einem ersten Platz im B-Finale können die Tickets für Australien gebucht werden.

Ungeachtet der peinlichen Achter-Schlappe fiel die WM-Zwischenbilanz der DRV-Verantwortlichen positiv aus. Denn nach der Hälfte der Titelkämpfe haben die Deutschen Grund zur Zufriedenheit. Von 14 in den olympischen Klassen gestarteten Boote zogen immerhin zwölf in die Halbfinalläufe ein. Als letztes Team hielt sich der leichte Männer-Vierer ohne Steuermann auf Rang zwei hinter Italien im Hoffnungslauf schadlos. Der Frauen-Achter qualifizierte sich mit einem Sieg vor Kanada direkt für das Finale.

Heute greifen mit Marcel Hacker (Magdeburg) und Katrin Rutschow (Berlin) die beiden deutschen Einer-Fahrer nach ihren Vorlaufsiegen wieder ins Geschehen ein.

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