Sport : DEUTSCHLAND – AUSTRALIEN

Gruppe D, Moses-Mabhida-Stadion, Durban, 20.30 Uhr, live bei ZDF und Sky

Australien hat zwei Probleme. Den Pim und die Zeit. Trainer Pim Verbeek lässt als Holländer in etwa so holländisch spielen wie Huub Stevens: Die Null muss stehen. Und sie steht, glaubt man den australischen Journalisten an der Seitenlinie. Verbeek bevorzugt mutlosen Verschiebefußball, den er seinem Charisma angepasst hat. Eine Wand habe eine größere Ausstrahlung als er, sagen die Australier. Doch mehr als ihr Testbildtrainer nagt der Zahn der Zeit am Selbstbewusstsein der Socceroos. Denn: Den Kern des Teams bilden immer noch jene Spieler, die 2006 mit berauschenden Auftritten die Fußball-Euphorie auf dem Rugby-Kontinent entfachten. Nun aber sind die australischen Sommermärchenonkel eben auch vier Jahre älter geworden. Mark Viduka hat sich selbst in Rente geschickt, Jason Culina spielt in der heimischen A-League und auch das einstige Abwehr-Bollwerk um Craig Moore und Lucas Neill ist in Südafrika auf Abschiedstournee. Einzig Evertons Tim Cahill, in seiner Rolle als Alleinunterhalter eher gereift denn gealtert, nährt die Hoffnung auf eine Überraschung. Doch selbst der 30-Jährige wird es allein schwer haben gegen die Zeit und den mutlosen Pim.

Schiedsrichter: Marco Rodríguez (Mexiko)

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