Deutschland-Cup : DEB-Team verliert Auftakt gegen die USA

Bei der gestrigen Generalprobe hatte es noch geklappt: Im Auftaktspiel des Deutschland-Cups verlor die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gegen die USA mit 2:3. Der Einzug ins Finale rückte damit in weite Ferne.

Robert Semmler

HannoverBeim Start in den Deutschland-Cup hat das deutsche Eishockey-Team den Kölner 4:2-Testsieg gegen die USA nicht wiederholen können und damit kaum noch Chancen auf das angestrebte Endspiel. Nach dem 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) in Hannover benötigt der Gastgeber Schützenhilfe von Dänemark, das an diesem Freitag auf die Amerikaner trifft.

Nur ein Erfolg des Außenseiters, der am Samstag (18 Uhr) anderer deutscher Vorrundenkontrahent ist, lässt der DEB-Auswahl elf Jahre nach dem bisher letzten Turniersieg den Weg zum Finale noch offen. Zum Auftakt des 18. Deutschland-Cups mühte sich in der anderen Staffel Vorjahresfinalist Schweiz zu einem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) über Außenseiter Japan.

Die deutsche Mannschaft lag nach Gegentreffern von Steve Saviano (17.), Andy Hedlund (20.) und Tim Stapleton (31.) bereits 0:3 zurück, ehe Torjäger Michael Wolf (33.) und John Tripp (57.) noch einmal für Hoffnung sorgten. Bundestrainer Uwe Krupp hatte schon vor der Partie eine Niederlage befürchtet. "Ich gehe davon aus, dass die Jungs ganz schön k.o. sind", sagte Krupp 24 Stunden nach der ersten Partie gegen die USA, betonte aber: "Es kommt darauf an, wie man verliert." Willen und Einstellung bei seinen Schützlinge stimmten jedenfalls.

5:3-Überzahl im ersten Drittel

Die Partie vor nur 2500 Zuschauern hätte sogar anders laufen können, hätten Krupps Mannen eine knapp 50 Sekunden lange 5:3-Überzahl zu Beginn genutzt und einen Blitzstart wie beim 2:0 in Köln hingelegt. Stattdessen schlugen die Amerikaner in einem fünfminütigen Powerplay zu, nachdem Aleksander Polaczek für einen Check gegen Tony Voce eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte. Nach dem Schlagschuss des in Düsseldorf tätigen Hedlund und einem Solo von Stapleton sah es ganz schlecht aus, zumal Michael Hackert Sekunden vor Stapletons 0:3 freistehend scheiterte.

Bei der folgenden deutschen 5:3-Überzahl riskierte Krupp alles und nahm noch den inzwischen an Stelle von Dimitrij Kotschnew ins Tor gerückten Berliner Youri Ziffzer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das nutzte Wolf zu seinem 14. Länderspieltor. Auch beim 2:3 durch Tripp standen sechs deutsche nur drei amerikanischen Feldspielern gegenüber.

Im Lauf des Tages stießen noch Stürmer Patrick Buzas aus Augsburg und der Berliner Verteidiger Jens Baxmann zur Mannschaft. Krupp hatte sie für die verletzten Petr Fical und Sascha Goc nachnominiert. (mit dpa)

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