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Deutschland im Viertelfinale der Handball-WM : Gegen Spanien und andere Mächte

23.01.2013 11:13 UhrVon Erik Eggers
Der Bulle von Nantes. Alberto Entrerrios verdient inzwischen in Frankreich sein Geld, bei der WM verbreitet er aber in Spaniens Trikot Angst und Schrecken.Bild vergrößern
Der Bulle von Nantes. Alberto Entrerrios verdient inzwischen in Frankreich sein Geld, bei der WM verbreitet er aber in Spaniens Trikot Angst und Schrecken. - Foto: dpa

Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft kämpfen die deutschen Handballer gegen ein starkes spanisches Team, das Publikum und mächtige Verbandsfunktionäre.

Es kann laut werden, wenn die spanische Nationalmannschaft bei der Handball-WM spielt. Richtig laut. Dominik Klein und die anderen deutschen Handballer konnten sich davon am Montagabend selbst überzeugen, als sie mit mehr als 11 000 anderen Menschen im Pabellon Principe Felipe von Saragossa saßen. Von einer tosenden, „heißblütigen Atmosphäre“, berichtete Klein, in der der Gastgeber Spanien den Vize-Europameister Serbien mit 31:20 niederkanterte. Ähnlich heißblütig wird es am Mittwochabend in Saragossa zugehen. Trotzdem demonstrieren die Deutschen Gelassenheit vor dem Viertelfinale der WM gegen Spanien (19 Uhr, live in der ARD). Die Kulisse sei „eine schöne Motivation für uns, in der Halle zu bestehen“, freute sich Klein, bevor das Team durch die Altstadt von Saragossa bummelte.

„Wenn man im Tunnel drin ist, nimmt man das nicht so wahr, und deswegen habe ich davor keine Angst“, sagte Oliver Roggisch. Der Abwehrchef sieht sein Team gewappnet durch die Erfahrungen, die es im letzten Jahr bei der EM in Serbien sammelte, als es sich in einer feindseligen Stimmung gegen Mazedonien durchsetzte. „Wir müssen kühlen Kopf bewahren, wir dürfen uns nicht vom Publikum beeindrucken lassen und unser Ding durchziehen.“ Dennoch: Spanien ist die schwerste Aufgabe für die neuformierte und unerfahrene deutsche Auswahl.

Die spanischen Nationalspieler rekrutieren sich vorwiegend aus den Spitzenklubs FC Barcelona und Atletico Madrid, die sich seit Jahren einen Kampf mit den deutschen Klubs um die Spitzenposition in Europa liefern. Zwölfmal siegten Klubs der spanischen Liga Asobal in der Champions League, die 1994 eingeführt wurde, nur vier Mal Vereine aus der Bundesliga. Aktuell aber ist die finanzielle Lage im spanischen Klubhandball dramatisch, abgesehen vom FC Barcelona, der allerdings am Tropf des Fußballs hängt. Auch Nationalspieler wie Spielmacher Chema Rodriguez oder Alberto Entrerrios wechselten daher ins Ausland.

Deutsche Mannschaften sind selten gut mit dem extrem körperbetonten Handballspiel zurechtgekommen, das in Spanien favorisiert wird. Speziell in der Deckung versammeln sich Ungetüme wie Jorge Maqueda, Viran Morros und Joan Canellas, die fast alle eine Körpergröße von zwei Metern aufweisen. Aber auch in der Offensive, bei der bevorzugten Spielvariante Zwei gegen Zwei, kommt den Spaniern ihre überlegene Physis zugute.

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