Sport : DEUTSCHLAND – POLEN

Gruppe B, Wörthersee-Stadion Klagenfurt 20.45 Uhr, live im ZDF

Ja, ja, die Polen sind trickreich. Was sie da alles so kurz vor dem ersten Gruppenspiel gegen die Deutschen aus der Zauberkiste geholt haben: Erst schlachtete die Boulevard-Presse Michael Ballack und Joachim Löw bildlich ab, dann holte Leo Beenhakker Lukas Piszczek von seiner Strandliege auf Rhodos direkt zum polnischen Team. Piszczek? Genau, der Stürmer in Diensten von Hertha BSC, der für die Berliner in der letzten Saison ein Tor erzielte.

Gut, die Medienhetze gehört nun wirklich nicht zu den sportlichen Ambitionen der polnischen Nationalmannschaft. Und Piszczek rückte eigentlich auch nur wegen der Verletzung von Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski nach. Trotzdem haben sich die Polen für ihr EM-Debüt viel vorgenommen. Anders als bei den Weltmeisterschafts-Endrunden 2002 und 2006 wollen sie dieses Mal wenigstens die Gruppenphase überstehen – mit einer eher passiven Ausrichtung. Zwei 6er sollen die Bälle im defensiven Mittelfeld erobern und das Spiel nach vorn eröffnen. Tatsächlich suchte man den überschwenglichen Offensivdrang bei den polnischen Vorbereitungsspielen vergeblich, immerhin konnten sie dank Ebi Smolarek 1:0 gegen die Kroaten gewinnen. Überhaupt scheint Smolarek bei den Polen in die entscheidende Rolle zu schlüpfen. Auf dem Spielfeld sind ausschweifende Zaubereien aber auch von ihm nicht zu erwarten.

Schiedsrichter: Tom Henning Övrebö (Norwegen).

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