Sport : DFB-Direktor fordert eine Revolution für Nationalmannschaften

Der europäische Fußball steht möglicherweise vor einer weiteren "Revolution". Schon in zwei Jahren könnte es eine "Champions League" für Nationalteams geben. "Wir brauchen größere, attraktivere Gruppen in der Qualifikation für die großen Endrunden-Turniere, um den Stellenwert der Nationalmannschaft zu erhalten und wieder zu heben", sagt DFB-Direktor Bernd Pfaff. Er sieht die Einführung eines neuen Wettkampfsystems bereits als Qualifikation für die EM 2004 als "möglich und notwendig" an: "Die Uefa ist gefordert. Alle großen Verbände in Europa denken so."

Die 24 "großen" europäischen Verbände könnten in vier Sechser- Gruppen jeweils drei Endrunden-Teilnehmer ausspielen. Für die sogenannten "Kleinen" aus der "B-Gruppe" wären drei Endrunden-Plätze reserviert. Der Gastgeber würde das 16-er Feld komplettieren. "Ich glaube nicht, dass man die Umstrukturierung länger herausschieben sollte", sagt Pfaff. Nach der EM-Endrunde 2000 läuft die Qualifikation für die WM 2002 unter Federführung des Weltverbandes Fifa. Nach der WM-Endrunde 2002 könnte die neue "Champions League" für Nationalteams in Europa starten. "Lose Gespräche" hat es laut Pfaff beispielsweise mit den Franzosen bereits gegeben.

Natürlich müsse für die Nationen, die nach einer Rangliste der B- Gruppe zugeordnet werden, "ein vernünftiger Ausgleich gefunden werden", betont Pfaff. Entscheiden müsse nun die Uefa, "wir sind nicht der Lehrmeister der Europäer."

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