DFB-Elf : Löw: Deutsche Elf kann in Spitze vorstoßen

Joachim Löw sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erst am Anfang.

Berlin - «Das ist erst der Beginn, wir haben jetzt eine Basis, von der aus sich diese Mannschaft positiv entwickeln kann», sagte der Assistenztrainer der Nationalelf dem «Tagesspiegel» (Freitagsausgabe). Man habe auch bei der Weltmeisterschaft festgestellt, dass man sich noch einmal nach vorne bewegt habe. «Der Kern der Mannschaft wird zusammenbleiben, und aus der U21 kommen einige hoffnungsvolle Spieler hinzu», sagte der 46-Jährige. Namentlich nannte er Piotr Trochowski, Eugen Polanski und Stefan Kießling, die schon jetzt ganz nah dran gewesen seien. «Die Mannschaft ist noch nicht am Limit, die Spieler haben die Qualität, in die Spitze vorzustoßen», prognostizierte Löw.

Ein weiteres Engagement von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bezeichnete dessen Assistent als «absolut wünschenswert». «Selbstverständlich würde ich am liebsten in dieser Konstellation weiterarbeiten. Sie ist sehr eingespielt, geprägt von großem Vertrauen, auch von Zuneigung, von Energie.» Ob es dazu kommen werde, vermochte Löw nicht zu sagen. Man brauche jetzt erst einmal ein bisschen Ruhe, um das Ganze zu verarbeiten und sich seine Gedanken zu machen. «Das erste Gespräch wird es mit Jürgen Klinsmann geben. Ich will erst mal sein Gefühl hören», sagte Löw, der niemanden drängen werde.

Unabhängig von Klinsmanns Entscheidung machte der 46-Jährige deutlich, dass sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fragen müsse: «Wer könnte unsere Philosophie mit einer offensiven, attraktiveren Spielweise, geprägt von Tempo und viel Hingabe, weiterführen?» Es könne nicht sein, dass es bei einem Trainerwechsel wieder in die komplett andere Richtung gehe. Er glaube, dass dieser Virus mittlerweile beim DFB eingepflanzt sei. Er sei bereit, diesen Weg weiterzugehen und bestimmte Investitionen zu tätigen. «Er ist auch von unserer Philosophie überzeugt. Das spielt für Jürgen Klinsmann und mich eine wichtige Rolle.» (tso/ddp)

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