Sport : DFB erhebt Anklage nach Krawall-Spiel Zweitligist Rostock droht schwere Strafe

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Frankfurt am Main - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird nach den schweren Ausschreitungen im Zweitliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock am Freitag Anklage erheben. Beide Vereine müssen bis Donnerstag zwölf Uhr eine schriftliche Stellungnahme abgeben. „Unser erklärtes Ziel ist es, so schnell wie möglich, und damit in der laufenden Saison, dies zu erledigen“, sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Mittwoch.

„Die Palette der möglichen Strafen reicht von einer Verwarnung bis zu einer Versetzung in die nächsttiefere Spielklasse. Ich glaube, dass diese beiden Möglichkeiten nicht zutreffen werden“, ergänzte Stenger. Unterdessen berief der FC Hansa für Freitag eine Außerordentliche Aufsichtsratssitzung ein, zu der auch der für den Fußballbereich verantwortliche Vertreter des Innen- und Sportministers des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingeladen wurde.

Beim DFB-Kontrollausschuss ist bereits der schriftliche Bericht von Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz) eingetroffen. Zudem werden vom Kontrollausschuss alle relevanten Informationen der Sicherheitsexperten geprüft. Um weitere Hinweise auf die Täter zu erlangen, sollen darüber hinaus Videoaufnahmen ausgewertet werden.

Bei den Ausschreitungen am Montag waren 14 Menschen verletzt und 75 Personen vorübergehend festgenommen worden, nachdem im Hansa-Fanblock in der 50. Minute ein Feuer gelegt worden war und es anschließend zu Prügeleien zwischen Rostocker Anhängern und dem Ordnungsdienst kam. Erst nach dem Eingreifen von 200 Polizeibeamten konnte das Spiel nach 15-minütiger Unterbrechung fortgesetzt werden. dpa

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