Sport : DFB-Krise: Kein Kokain

Er würde 20 bis 30 Spieler in den Bundesligaklubs ermitteln, die Kokain inhalieren, sagte der frühere Nationalspieler Jimmy Hartwig. Was den Eindruck erweckt, als sei Drogenmissbrauch unter den Profis nicht selten. Oder bei den Dopingkontrollen werde nicht nach Kokain geforscht. Die Tatsachen sprechen dagegen. "Bei den Tests wird auch nach Spuren von Stimluanzien gesucht, darunter Kokain und Captagon", sagte Professor Wilfried Kindermann, in Sydney erstmals Ärztechef des Olympiateams und verantwortlicher Arzt der Fußball-Nationalmannschaft, dem Tagesspiegel. Bei jeder Bundesligapartie werden jeweils zwei Spieler getestet. Darüber hinaus gäbe es auch Trainingskontrollen. Wie Hertha BSC bestätigte, hat es wiederholt Besuche von Kontrolleuren im Training gegeben. Insgesamt würden, so Kindermann, pro Spieljahr bis zu 600 Proben analysiert. Seines Wissens nach habe es in den zurückliegenden zehn Jahren im deutschen Fußball noch keinen Kokainbefund gegeben. Was zwar nicht ausschliesst, dass Kokain genommen wird, aber nicht in der von Hartwig behaupteten Häufigkeit.

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