Sport : DFB nicht über Verdächtigte informiert

-

Hamburg - Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist nicht bekannt, welcher Nationalspieler möglicherweise in die Wettaffäre im deutschen Fußball verwickelt sein soll. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat den DFB bisher nicht darüber informiert. „Wir geben nur Informationen aus eigenen Erkenntnissen bekannt“, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler. Nach „Insider-Informationen“ des ARD-Magazins „Plusminus“ soll ein deutscher Nationalspieler „mit der so genannten Wettmafia zusammenarbeiten“. Mehrere Bundesligaspieler sollen in den Skandal verstrickt sein. Die Staatsanwaltschaft München I wertet die gesamten Informationen aus. Winkler sagte: „Dann sehen wir, ob es reicht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens oder nicht“.

Nach Angaben der ARD sind die Namen der angeblich verstrickten Spieler, auch des Nationalspielers, den Ermittlungsbehörden bekannt. Dazu Winkler: „Das kann ich so nicht bestätigen.“ Winkler schließt eine Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main, die gegen Verdächtige wegen bandenmäßigen Betrugs ermittelt, für einen späteren Zeitpunkt nicht aus. „Das muss man abklären, wie weit das notwendig ist“, sagte Winkler.

Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel sagte: „Es gibt ein Verfahren in Frankfurt und eins in München.“ DFB-Justiziar Goetz Eilers sagte: „Das sind schon zwei Komplexe.“ Dem DFB liegen nach Angaben von Eilers keine Namen der angeblich in den neuen Wettskandal verwickelten Spieler vor. Im Fall der vier in Weiterstadt bei Darmstadt in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigten sind laut Oberstaatsanwalt Bechtel keine Anträge auf einen Haftprüfungstermin gestellt worden. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben