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DFB-Pokal : 1860 München scheitert an Lotte, Hradecky rettet Frankfurt

Während der FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt ins Viertelfinale einziehen, geht 1860 München bei den Sportfreunden Lotte sang- und klanglos unter.

Jubel bei den Sportfreunden Lotte. Der Drittligist zog gegen 1860 München erstmals ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.
Jubel bei den Sportfreunden Lotte. Der Drittligist zog gegen 1860 München erstmals ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.Foto: Guido Kirchner/dpa

Schalke 04, Eintracht Frankfurt und die Sportfreunde Lotte stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals. Schalke hatte beim SV Sandhausen keine Probleme. Gegen den Zweitligisten setzte sich der fünffache Pokalchampion mit 4:1 (3:0) durch. Alessandro Schöpf, Daniel Caligiuri, Naldo und Jewgen Konopljanka trafen für die Königsblauen. Die Frankfurter Eintracht tat sich gegen Hannover 96 deutlich schwerer, siegte aber durch zwei Tore von Taleb Tawatha und Haris Seferovic innerhalb von vier Minuten mit 2:1. Hannover war kurz zuvor durch Martin Harnik in Führung gegangen. In der fünften Minute der Nachspielzeit bot sich dem Zweitligisten die große Chance zum Ausgleich. Salif Sané scheiterte mit einem Foulelfmeter jedoch an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky.

Die nächste Überraschung gelang Drittliga-Neuling Lotte. Unter "Oh wie ist das schön"-Gesängen der Fans warfen die Sportfreunde auch Zweitligist 1860 München aus dem DFB-Pokal. Zuvor hatte das Team von Trainer Ismail Atalan schon gegen den Bundesligisten Werder Bremen und Champions-League Achtelfinalist Bayer Leverkusen den Pokalschreck gespielt.

Mit viel Selbstbewusstsein und einer klaren spielerischen Linie setzten die Akteure aus der 14.000-Seelen-Gemeinde am Rande des Teutoburger Waldes den Spruch ihres Trainers Ismail Atalan um: „Wir haben diese Mentalität, dass wir jedes Spiel gewinnen können.“ Der Münchner Ribamar sah in der Nachspielzeit noch die Rote Karte.

Jaroslaw Lindner (28. Minute) und Kevin Freiberger (58.) machten mit dem 2:0 (1:0) den kleinen Club Lotte um 1,265 Millionen Euro reicher. Rund eine Million Euro hatte schon das Mitwirken im Achtelfinale gebracht. Dabei ist Lotte erst zum dritten Mal überhaupt im DFB-Pokal dabei.

Nach einer halben Stunde kochte die Atmosphäre vor 10.059 Zuschauern im ausverkauften Frimo-Stadion erstmals richtig hoch. 100 freiwillige Helfer hatten den Rasen nach heftigem Schneefall in der Nacht rechtzeitig geräumt und spielfähig gemacht. Lotte-Offensivmann Freiberger schoss aus halbrechter Position auf den Münchner Kasten, Torwart Stefan Ortega wehrte ab. Doch Lindner stand genau richtig und knallte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte, der ehemalige Erstligaprofi Sebastian Boenisch konnte nicht mehr eingreifen.

1:0 mit der ersten echten Chance des Außenseiters - so hatten sich das Team und die Fans das vorgestellt: „Oh wie schön“, schmetterte der Anhang des Außenseiters. Lindner, in der Hinrunde meist nur Ersatz, hatte schon beim jüngsten 3:0 in der Liga beim SV Wehen zweimal getroffen. Auf schwerem Boden startete tat sich der Zweitligist gegen den gut organisierten Drittligisten schwer. Löwen-Stürmer Christian Gytkjaer versuchte viel, doch die Kreativität fehlte. So bekamen die Münchner erst nach dem Rückstand einige Male in die Gefahrenzone.

Anders die Gastgeber. Aus der Abwehr starteten sie immer wieder klare Gegenzüge und hätten bereits vor der Pause das zweite Tor erzielen können. Wieder Freiberger, der schon beim Elfmetersieg gegen Leverkusen mit dem späten Ausgleich der Held gewesen war, verzog nur knapp (36). Bernd Rosinger zielte nach viel Verwirrung in der Gäste-Abwehr knapp über das Tor der Sechziger (43.).

Gleich nach der Pause verstolperte zunächst der eingewechselte und frei durchgebrochene Saliou Sané bei leichtem Schneefall die Vorentscheidung (57.) für den Siebten der 3. Liga. Eine Minute später machte es Freiberger aus allerdings abseitsverdächtiger Position besser, umkurvte Ortega und schob den Ball ins leere Tor. 1860 und Trainer Vitor Pereira waren geschockt. Auch die Schlussbemühungen der Gäste, etwa durch Levent Aycicek oder Amilton, blieben erfolglos. (dpa)

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