DFB-Pokal : Bayern empfangen "Rote Teufel"

Mit dem Klassiker zwischen Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern wird am Abend die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals abgeschlossen. Dabei sind die Rollen nicht nur aufgrund des Heimvorteils klar verteilt.

München - Als Tabellenvierter der Bundesliga sind die Münchner gegen den Zweitligisten aus der Pfalz klar in der Favoritenrolle. Aber obwohl Bayern-Coach Felix Magath vor der Saison das Ziel ausgegeben hatte, dass Double aus Meisterschaft und Pokal zum dritten Mal in Folge zu holen, steht die Partie gegen die "Roten Teufel" im Schatten des vergangenen Bundesliga-Spiels. Noch immer sucht man in München nach Gründen für den schwachen Auftritt bei Titelkonkurrent Werder Bremen (1:3). "Wir müssen das abhaken, denn es geht weiter", bemühte sich Magath, den Fokus nach vorne auf den Pokal zu lenken, während zumindest die Öffentlichkeit weiterhin eher auf Bremen zurückblickt. Dabei sieht Magath erneut ein schweres Spiel auf sein Team zukommen: "Es wird eine unangenehme und undankbare Aufgabe." Eindringlich warnte er davor, den FCK zu unterschätzen.

Beim Gegner sieht man das Missgeschick der Bayern mit gemischten Gefühlen. "Das schmeckt mir gar nicht. Die Bayern werden um so motivierter sein", sagte FCK-Coach Wolfgang Wolf. Mit Prognosen wollte sich der 49-Jährige deshalb auch zurückhalten. "Wenn Bayern einen schlechten Tag hat und wir unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen, können wir für eine Überraschung sorgen." Aber zumindest will Wolf den Favoriten "ein bisschen ärgern". Eingewöhnungsprobleme dürfte sein Team in der Allianz Arena definitiv nicht haben. Erst am Sonntag schoben sich die Pfälzer durch ein 1:0 beim TSV 1860 München auf den dritten Platz der 2. Liga vor.

Personell wiegt bei den Bayern Lucios Ausfall schwer. Der Brasilianer, der ohnehin gegen den FCK gesperrt ist, muss aufgrund einer Bänderdehnung im linken Sprunggelenk einen Gips tragen. Für ihn rückt Martin Demichelis in die Innenverteidigung. Bei den Pfälzern stehen Änderungen eher unter dem Motto Verschnaufpause. "Wenn man wie wir fast 90 Minuten Power-Fußball spielt, zehrt dass natürlich an den Kräften. Deshalb wird der ein oder andere Wechsel von Nöten sein", sagte Wolf. So darf Florian Fromlowitz anstelle von Jürgen Macho das Tor hüten und können sich Stefan Lexa, Moussa Ouattara sowie Axel Bellinghausen Hoffnung auf einen Platz in der Startelf machen.

Vier Mal erste gegen zweite Liga

Gleich vier Mal kommt es am Mittwoch zum Duell Bundesliga gegen 2. Liga. Dabei hat Aufsteiger Alemannia Aachen als einziger Erstligist gegen den FC Erzgebirge Aue Heimrecht. Damit gibt es für die Alemannen die Chance, für Wiedergutmachung nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen Mitaufsteiger FC Energie Cottbus zu sorgen.

Schwer wird es für Bayer 04 Leverkusen. Die Rheinländer müssen beim zu Hause ungeschlagenen Aufstiegsaspiranten MSV Duisburg antreten. Dabei stehen Trainer Michael Skibbe und seine Mannschaft nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV deutlich unter Druck. Sowohl die Klubführung als auch der Bayer-Konzern fordern nach schwachem Saisonstart eine deutliche Steigerung. Der Einzug ins Pokalachtelfinale wäre ein Anfang.

Nicht ungefährlich sind die Auswärtsaufgaben für den in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg und die zumindest in der Bundesliga noch ungeschlagene Eintracht aus Frankfurt. Beide Teams treffen auf heimstarke Zweitligisten. Der FCN muss beim SC Paderborn 07 antreten und die Hessen beim zu Hause noch ungeschlagenen Aufsteiger SC Rot-Weiss Essen.

Stuttgarter Kickers empfangen Hertha

In zwei Partien hoffen Amateurteams auf die Sensation gegen Bundesligisten. Vor allem Süd-Regionalligist Stuttgarter Kickers rechnet sich gute Chancen gegen Hertha BSC Berlin aus. Die Berliner waren in den vergangenen Jahren das eine oder andere Mal an Überraschungen beteiligt. In dieser Saison setzten sich die Probleme gegen die so genannten Underdogs im Pokal bereits fort. Erst nach Verlängerung siegte man in der 1. Runde beim SV Darmstadt 98 mit 1:0.

Auch der Nord-Regionalligist VfL Osnabrück kann sich gegen Borussia Mönchengladbach Chancen ausrechnen. Erst am Samstag untermauerten die "Fohlen" bei der Hertha (1:2) ihren zweifelhaften Status als auswärtsschwaches Team. Vom Achtelfinale kann aber vor allem der SC Pfullendorf träumen. Der Süd-Regionalligist empfängt Kickers Offenbach, den Drittletzten der 2. Liga. (tso/ddp)

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