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DFB-Pokal : Bayern locker weiter, Kiel schafft Sensation

Die Pokalspezialisten Bayern und Schalke setzen sich durch, auch die meisten anderen Bundesligisten geben sich keine Blöße. Die einzige Sensation gelingt Viertligist Holstein Kiel. Die Zweite Runde im Überblick.

Mit dem zweiten Anzug in Runde Drei. Doppeltorschütze Nils Petersen (r.) trug zum klaren 6:0-Erfolg seiner Bayern gegen den FC Ingolstadt bei. Was sonst noch in der 2. Runde des DFB-Pokals passierte, sehen Sie hier in unserer Bildergalerie.Weitere Bilder anzeigen
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26.10.2011 21:58Mit dem zweiten Anzug in Runde Drei. Doppeltorschütze Nils Petersen (r.) trug zum klaren 6:0-Erfolg seiner Bayern gegen den FC...

Die Underdogs von Holstein Kiel sorgen im DFB-Pokal weiter für Furore und haben erstmals seit 1979 wieder das Achtelfinale erreicht. Der Fußball-Viertligist setzte sich am Mittwochabend dank einer souveränen Leistung mit 2:0 (0:0) gegen den Vorjahresfinalisten MSV Duisburg durch. Der Zweitligist brachte sich mit einem schweren Patzer vor der nicht unverdienten Führung des Spitzenreiters aus der Regionalliga Nord um den Erfolg. MSV-Keeper Florian Fromlowitz prallte mit dem Ball gegen die Latte und ließ ihn fallen, Rafael Kazior (54. Minute) brauchte nur abzustauben. Nur fünf Minuten später sorgte Fiete Sykora für die Entscheidung und ließ die „Störche“ wie bereits beim Erstrundencoup über Energie Cottbus jubeln.

Titelverteidiger FC Schalke 04 reichte beim 2:0 (0:0) beim Karlsruher SC eine mäßige Vorstellung für den erneuten Sprung in die Runde der besten 16. In Kiel brachte sich Duisburg mit einem schweren Patzer vor der nicht unverdienten Führung des Spitzenreiters aus der Regionalliga Nord um den Erfolg. Erst dank zweier später Tore von Klaas Jan Huntelaar (81.) und Joel Matip (83.) verhinderten die Schalker eine Blamage beim abstiegsbedrohten Zweitligisten aus Karlsruhe. Damit feierte der Bundesliga-Dritte im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Huub Stevens seinen fünften Sieg.

Während die Königsblauen ihre Chance auf drei Titel wahrten, rutschte der zweite deutsche Europa-League-Teilnehmer aus. Nach einer enttäuschenden Leistung verpasste Hannover zum fünften Mal in Serie das Achtelfinale. Ein Tor des eingewechselten Andreas Ivanschitz in der 94. Minute bescherte den Mainzern nach acht sieglosen Bundesliga-Partien das ersehnte Erfolgserlebnis. In der Verlängerung wurde FSV-Torwart Christian Wetklo zum Helden, als er in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Didier Ya Konan parierte.

Rekordsieger FC Bayern München gab sich beim 6:0 (1:0) gegen Zweitligist FC Ingolstadt ebenso keine Blöße wie Titelverteidiger FC Schalke 04, der beim Karlsruher SC mit 2:0 (0:0) gewann. Der elfte Achtelfinaleinzug in Serie geriet für den FC Bayern auch mit einer besseren B-Elf zum Spaziergang. Ohne die Nationalspieler Manuel Neuer, Philipp Lahm oder Mario Gomez schafften Thomas Müller (33.), David Alaba (49.), Nils Petersen (53./70.) und Takashi Usami (90.) im bayerischen Duell klare Verhältnisse. Marvin Matip erzielte per Eigentor (82.) das zwischenzeitliche 5:0.

Erheblich mehr Mühe hatte der 1. FC Nürnberg beim 2:1 (0:0) Auswärtserfolg gegen den Zweitligisten Erzgebirge Aue. Alexander Esswein (64.) und Julian Wießmeier (68.) brachten die Franken per Doppelschlag in Führung, Ronny König (78.) erzielte nur noch den Anschlusstreffer.

Dem VfB Stuttgart reichten die Treffer von Christoph Hemlein (4. Minute), Cacau (38.) und Ibrahima Traoré (89.) zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0) gegen den FSV Frankfurt. Damit ist ganz Frankfurt nicht im Achtelfinale vertreten, denn auch der große Lokalrivale Eintracht musste in der 2. Runde die Segel streichen. In einem lange umkämpften, aber mäßigen Derby setzte sich Bundesligist 1. FC Kaiserslautern durch ein spätes Tor von Richard Sukuta-Paso (119.) bei der bislang ungeschlagenen Frankfurter Eintracht durch und feierte damit seinerseits den dritten Erfolg in Folge.

Am Dienstag hatten sich im FC Augsburg, Borussia Mönchengladbach, Hamburger SV, Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim bereits fünf Bundesligisten für das Achtelfinale qualifiziert. In der Runde der besten 16 stehen zudem der VfL Bochum, Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Greuther Fürth als Zweitligisten. Die nächsten Pokalpartien finden kurz vor der Winterpause am 20. und 21. Dezember statt, die Begegnungen werden am 30. Oktober im ZDF ausgelost. Im Achtelfinale erhalten die Clubs mindestens 562 000 Euro an TV-Geldern, die Einnahmen können sich bei einer Übertragung der Partie im frei empfangbaren Fernsehen auf maximal mehr als 900 000 Euro erhöhen. (dpa)

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