DFB-Pokal : BFC Dynamo: Aus der Traum

Der BFC Dynamo hat die Überraschung gegen Bundesligist VfB Stuttgart verpasst. Die wenig überzeugenden Gäste konnten sich auf Vedad Ibisevic verlassen, der beide Treffer zum 2:0-Sieg erzielte. Positiv: Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus.

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Der BFC Dynamo Berlin hielt lange das 0:0 gegen den VfB Stuttgart, doch letztlich musste sich der DDR-Serienmeister mit 0:2 geschlagen geben.
Der BFC Dynamo Berlin hielt lange das 0:0 gegen den VfB Stuttgart, doch letztlich musste sich der DDR-Serienmeister mit 0:2...Foto: dpa

Als sportlich alles verloren war, ließen die Fans des BFC Dynamo noch einmal von sich hören. Lautstark feierten sie ihre Mannschaft, die Stimmung war ausgelassen. Direkt vor ihrer Kurve baute sich Sicherheitspersonal auf. Je näher der Schlusspfiff im DFB-Pokalspiel zwischen dem Berliner Pokalsieger BFC Dynamo und dem VfB Stuttgart rückte, desto größer wurde die Spannung. Dabei war auf dem Rasen längst alles entschieden, der VfB führte 2:0. Die Frage war nur, ob es ruhig bleiben würde im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion. Vor zwei Jahren, beim letzten Auftritt des BFC im nationalen Pokal hatte es gegen Kaiserslautern schwere Ausschreitungen mit Festnahmen und Verletzten gegeben. Dieses Mal blieb es friedlich. „Alles blieb ruhig, es gab keine Probleme“, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf.

Ein gelungener Fußballnachmittag also, mit 9227 Zuschauern im Prenzlauer Berg. Die Verantwortlichen des BFC hatten vorher dafür gesorgt, dass sich die Ereignisse von vor zwei Jahren möglichst nicht wiederholen. Das Sicherheitskonzept wurde verändert und das Sicherheitspersonal erhöht. 500 Polizisten und 300 Sicherheitsleute waren im Einsatz. Sie alle verlebten einen friedlichen Arbeitstag. „Wichtiger als das Ergebnis und der Auftritt unserer Mannschaft ist, dass es ruhig geblieben ist. Es sollte ein Tag für den Verein sein und wir wollten zeigen, dass wir so ein Event organisieren können“, sagte Volkan Uluc.

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Dynamos Trainer hatte seine Spieler hervorragend eingestellt, ein Klassenunterschied war zwischen dem Fünftligisten und dem Bundesligisten nicht zu sehen. Nur in der Anfangsphase erspielte sich der VfB Vorteile. Nach drei Minuten landete ein Kopfball von Christian Gentner an der Latte. Es dauerte eine Viertelstunde, bis der BFC mit dem Tempo zurecht kam und mutiger nach vorne spielte. Zuerst rutschte Verteidiger Patrick Brendel an einer Eingabe von Björn Brunnemann vorbei, dann zögerte Tobias Scharlau nach einem Solo zu lange mit dem Abschluss. Kurz darauf wäre Christof Köhne beinahe der Ausgleich gelungen. Nach einem weiten Einwurf von Brunnemann schoss er den Ball per Direktabnahme aus zehn Metern an den Pfosten. „Das war ein schöner Schreckmoment für Stuttgart“, sagte Köhne.

Der größte Unterschied zwischen dem Oberligisten und dem Bundesliga-Team war an diesem Nachmittag die Effektivität. Als Philip Saalbach einen gerade eroberten Ball in die Füße von Alexandru Maxim spielte, flankte der sofort Richtung Strafraummitte. Dort köpfte Vedad Ibisevic problemlos ein.

Nach der Halbzeit änderte sich wenig. Stuttgart fiel gegen die gut organisierten Berliner wenig ein, aber dem BFC fehlten in der Offensive die Mittel. In der Schlussphase begingen die Gastgeber erneut einen individuellen Fehler. Philipp Haastrup holte Martin Harnik ungestüm von den Beinen, den fälligen Elfmeter verwandelte Ibisevic sicher. Damit war alles entschieden, im Anschluss wurde nur noch gesungen.

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