DFB-Pokal : Bielefeld blamiert sich in Jena

Michael Frontzeck hat sich bei seinem Debüt als Trainer von Arminia Bielefeld mit dem Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale blamiert. Nach schwacher Leistung in einer umkämpften Partie unterlagen die Westfalen beim Zweitliga-Kellerkind Carl Zeiss Jena in der Verlängerung.

Jena - Bielefeld Foto: ddp
Jena gegen Bielefeld: Harter Kampf um den Ball.Foto: ddp

JenaDie Arminen, die 2005 und 2006 immerhin im Halbfinale des DFB-Pokals gestanden hatten, unterlagen nach einer entäuschenden Leistung beim Zweitliga-Vorletzten Carl Zeiss Jena 1:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung. Jena schaffte damit nach dem Sieg über den Titelverteidiger 1. FC Nürnberg eine weitere Sensation. Nach dem 1:0 von Torjäger Artur Wichniarek (42.) sahen die Gäste lange wie der Sieger aus, doch dem Außenseiter gelang nach einem krassen Schnitzer von Torhüter Mathias Hain durch ein Tor von Nils Petersen (84.) der Ausgleich. Den Siegtreffer markierte Jan Simak mit einem verwandelten Foulelfmeter (116.).

Ab der 101. Minute musste Jena nach einer Roten Karte gegen den eingewechselten Sami Allagui wegen einer Tätlichkeit in Unterzahl spielen. Doch vier Minuten später sah der Bielefelder Jonas Kamper wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte und musste ebenfalls das Feld verlassen.

Über weite Strecken enttäuschende Leistung

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld boten die von Frontzeck sehr defensiv eingestellten Gäste im strömenden Regen über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.  Der vom neuen Trainer Henning Bürger offensiv eingestellte Gastgeber zog in den ersten 20 Minuten ein regelrechtes Powerplay auf und wirkte wesentlich engagierter als die inaktiven Gäste, die auf den angeschlagenen Stürmer Christian Eigler verzichten mussten. So hing der von Frontzeck als einzige Spitze aufgebotene Wichniarek
meist in der Luft.

Die Großchance des Jenaers Nils Petersen, der nach 23 Minuten an dem nach schwerer Verletzung ins Tor zurückgekehrten Mathias Hain scheiterte, war jedoch eine Art Weckruf für die Arminia. Jetzt brachten immerhin die Standardsituationen von Ex-Nationalspieler Jörg Böhme Gefahr für das Tor Gastgeber. Der weißrussische Nationaltorhüter Wassili Chomutowski, einer von zwei Neuzugängen im Jenaer Team, konnte mit zwei starken Paraden zunächst Schlimmeres verhindern. Kurz vor der Pause hatte er jedoch keine Chance, als Wichniarek aus Nahdistanz nach Flanke von Jonas Kamper vollstreckte.

In der zweiten Hälfte kontrollierte das Team von Frontzeck, der den gefeuerten "Jahrhunderttrainer" Ernst Middendorp beerbt hatte, die schwache Partie. Jena schöpfte mit der kämpferisch guten Leistung Hoffnung für den Kampf um den Klassenerhalt. Beste Spieler beim Gastgeber, bei dem mit Bürger bereits der dritte Trainer in dieser Saison auf der Bank saß, war neben Chomutowski Mittelfeldspieler Tobias Werner. Bei der Arminia überzeugten Böhme und Wichniarek. (jam/sid)

0 Kommentare

Neuester Kommentar