DFB-Pokal der Frauen : Kalter Tanz ins Halbfinale

Turbine Potsdam bezwingt den 1. FFC Frankfurt im Pokal mit 3:0 und braucht damit nur noch einen Sieg für den erneuten Einzug ins DFB-Pokalendspiel.

Helen Ruwald

Potsdam - Die gelben Fußballschuhe leuchteten im Schnee und tanzten über den Platz des Karl-Liebknecht-Stadions. Lira Bajramaj hatte bei minus 12 Grad nichts von ihrer Eleganz eingebüßt, als sie gestern im DFB-Pokal-Viertelfinale mit Turbine Potsdam gegen den großen Rivalen 1. FFC Frankfurt antrat. Auch bei rutschigem Boden überzeugte sie mit perfekter Ballannahme – und mit einem Tor. Schon nach neun Minuten erzielte die deutsche Nationalspielerin beim 3:0 (1:0)-Sieg mit einem Schuss in die linke Ecke die frühe Führung. Damit zieht Potsdam ins Halbfinale ein und hat noch alle Chancen, es im Pokal besser zu machen als in der Vorsaison. Da erlebte das Team im Finale gegen Duisburg ein 0:7-Debakel. „Auf diesem Boden war es schwierig“, sagte Bajramaj, „aber wir haben hochverdient gewonnen.“ Turbines Trainer Bernd Schröder lobte, „dass wir von der Nummer eins bis elf für diese Verhältnisse hervorragenden Fußball gespielt haben“.

Vor nur 749 Zuschauern im angesichts der Kälte und der Live-Übertragung im Fernsehen ziemlich leeren Stadion hatten die Gastgeberinnen vier Wochen nach dem 4:1-Sieg im Bundesligaspiel gegen Frankfurt schon in den ersten Minuten riesige Torchancen. Nachdem sich Lira Bajramaj auf der rechten Seite gegen zwei Frankfurterinnen durchgesetzt und geflankt hatte, traf Jessica Wich nur den Pfosten. Kurz danach setzte Nadine Keßler den Ball aus kurzer Nähe über das Tor. Im Gegenzug vergab die frühere Potsdamerin Conny Pohlers die einzige Chance der Gäste vor der Pause: Sie traf nur den Außenpfosten. Bajramaj machte es auf der anderen Seite besser und traf zum 1:0. „Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Tore machen müssen“, sagte Schröder – es war seine einzige Kritik.

Die Tore fielen nach der Pause. Und damit die Entscheidung. Wenngleich eine Frankfurterin den Grundstein für Potsdams Sieg legte. Denn in der 72. Minute musste Sarah Günther mit Gelb-Rot vom Platz. „Dann hat Frankfurt sich aufgegeben“, sagte Schröder. Schon sieben Minuten später erhöhte Nadine Keßler auf 2:0 und Anja Mittag setzte allein vor Nationaltorhüterin Nadine Angerer den Schlusspunkt in der Kälte. Helen Ruwald

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