Sport : DFB-Pokal: Dortmund bangt um Trio Reus, Hummels und Schmelzer angeschlagen

Nürnberg - Ein braves Dankeschön an den Vierten Offiziellen, ein kurzes Händeschütteln mit Gegenüber Michael Wiesinger – selbst der erste kleine Bundesliga-Dämpfer konnte Jürgen Klopp nicht aus der Ruhe bringen. „Wir sind mit dem Punkt nicht unglücklich. Wir haben schon häufiger mal nur einen Punkt geholt, dennoch ist es immer weiter gegangen. Bundesliga ist ein hartes Geschäft“, sagte ein aufgeräumt wirkender Trainer von Borussia Dortmund nach dem 1:1 am Samstag beim 1. FC Nürnberg.

Kein Schimpfen, kein Toben – derart gelassen quittierte Klopp drei Tage nach seinem aufsehenerregenden Wüterich-Auftritt von Neapel in der Champions League den unnötigen Rückschlag, dass manche Beobachter einen selbst verordneten Tiefschlaf des Trainer-Vulkans vermuteten. Nichts da, stellte Klopp klar. „Ich muss mich nicht zügeln. Alles okay!“ Selbst das übersehene Handspiel beim Nürnberger Gegentreffer störte ihn nicht wirklich.

Dass der erste Auftritt Klopps nach seiner Brüll-Attacke beim misslungenen Champions-League-Start etwas Besonderes war, war deutlich zu spüren. Erst nach zwölf Minuten verließ der BVB-Coach, der wegen des strammen Programms für sein Team mehrere Stammkräfte schonte, erstmals seine Trainerbank. Kurz dirigierte er seine Spieler von der Seitenlinie, dann setzte er sich ganz schnell wieder hin.

Derweil sorgt sich Klopp vor dem DFB-Pokalspiel am Dienstag bei 1860 München um das angeschlagene Nationalspielertrio Mats Hummels, Marco Reus und Marcel Schmelzer. Reus und Schmelzer hatten sich ihre Blessuren beim Spiel in Nürnberg zugezogen, Hummels musste in der Champions-League-Partie beim SSC Neapel (1:2) vorzeitig vom Platz.

„Das wird eine unangenehme Aufgabe“, sagte Jürgen Klopp am Sonntag zum Zweitrunden-Pokalspiel beim Zweitligisten in München. „1860 hat eine gute Mannschaft und will aus der Zweiten Liga raus. Allerdings nehmen wir die Favoritenrolle an“, sagte der Coach. dpa

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