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DFB-Pokal : Dortmund braucht Verlängerung gegen Fürth

Meister Borussia Dortmund hat sich mit einem glücklichen 1:0 nach Verlängerung beim Zweitliga-Spitzenreiter Greuther Fürth ins Pokalfinale gezittert. Ilkay Gündogan gelang in allerletzter Sekunde das entscheidende Tor.

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Jubel in letzter Sekunde. Torschütze Ilkay Gündogan lässt sich von Ivan Perisic einfangen. Foto: dpa
Jubel in letzter Sekunde. Torschütze Ilkay Gündogan lässt sich von Ivan Perisic einfangen.Foto: dpa

Mike Büskens hatte sich seinen entscheidenden Schachzug bis zur 118. Minute aufgehoben. Der Trainer des Zweitligisten Greuther Fürth holte seinen Torhüter Max Grün vom Platz und schickte dafür Ersatztorwart Jasmin Fejzic aufs Feld. Der Bosnier gilt als Elfmeterkiller – und wie anders als mit Strafstößen sollte das Halbfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund auch noch entschieden werden? Es kam allerdings doch ganz anders, als sich Büskens und die Zuschauer in Fürth gedacht hatten. In der allerletzten Minute der Verlängerung zog der eingewechselte Dortmunder Ilkay Gündogan von der Strafraumgrenze ab, vom Pfosten prallte der Ball an den Rücken von Fejzic und rollte über die Linie. Danach pfiff Schiedsrichter Florian Meyer ab, der Deutsche Meister bejubelte seinen 1:0 (0:0)-Sieg und den Einzug ins Finale am 12. Mai in Berlin. „Das gerade in der allerletzten Sekunde das Tor für uns fällt, ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Torschütze Gündogan.

Es war das an Dramatik schwer zu überbietende Finale eines dramatischen Pokalfights. Gewiss waren die Dortmunder im Duell der Spitzenreiter von erster und zweiter Liga lange Zeit die dominierende Mannschaft. Aber überraschenderweise war es der Zweitligist, der am Ende mehr zuzusetzen hatte. Allzu schludrig wirkten die Dortmunder in der Spieleröffnung über die Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic, und auch dem in der Bundesliga so brillanten Shinji Kagawa misslang auffällig viel im Ronhof.

Die größte Chance offenbarte sich den Dortmundern nach exakt einer halben Stunde, und der Umgang mit ihr verrät einiges über die anfängliche Sorglosigkeit des Deutschen Meisters. Lukasz Piszczek hatte von der rechten Seite auf Kevin Großkreutz geflankt. Der lange Dortmunder beförderte den Ball mustergültig weiter auf seinen zentral postierten Kollegen Shinji Kagawa, der eigentlich nur noch den Kopf hätte hinhalten müssen, das allerdings mit einem Minimum an Zielgenauigkeit. Kagawa aber hob den Ball mit einer Mischung aus Lässig- und Nachlässigkeit weit über die Querlatte.

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