DFB-Pokal : Dortmund geht unter

Der Pokalschreck VfL Osnabrück hat erneut zugeschlagen und auch Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geschmissen. Der Fußball-Drittligist blamierte den Bundesligisten beim 3:2 und feierte am Dienstagabend ausgelassen den Sprung ins Viertelfinale.

Michael Rossmann[dpa]
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Harter Kampf: Die Osnabrücker setzten sich mehrfach gegen die Dortmunder durch. -Foto: dpa

Die Osnabrücker Fans im mit 16 130 ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke bejubelten dank der Tore von Angelo Barletta (37./42. Minute) und Benjamin Siegert (69.) den dritten Streich im DFB-Pokal: Zuvor waren schon die Profis von Hansa Rostock und des Hamburger SV beim Zweitliga-Absteiger gescheitert. Die Treffer durch Nuri Sahin (55.) und Lucas Barrios (90.+6) reichten dem BVB nicht.

Die Dortmunder waren gewarnt, Trainer Jürgen Klopp hatte sogar den VfL-Sieg gegen den Hamburger SV vor dem Fernseher bejubelt. Doch vor allem seine Abwehrspieler hatten die mahnenden Wort des Übungsleiters nicht ausreichend ernst genommen. Wenig beschäftigt, schien die Abwehr zu schlafen, als es darauf ankam.

Prompt kassierte der BVB schon bei der ersten Chance der Platzherren das erste Gegentor. Barletta stand nahezu ungestört im Strafraum und durfte mit einem herrlichen Fallrückzieher die Flanke von Benjamin Siegert ins Netz schießen. Die Fans der Gastgeber waren noch am Jubeln, als der Kapitän der Niedersachsen das nächste Mal - diesmal von Nelson Valdez - kaum gestört wurde und eine Ecke von Björn Lindemann per Kopf ins Netz beförderte. Die Dortmunder hatten schon bis zu den Treffern der Gastgeber das Spiel dominiert und deutlich mehr Ballbesitz gehabt. Der Erstligist beherrschte das Geschehen, kam jedoch nur selten direkt vor das Tor und besaß in der ersten Hälfte keine hundertprozentige Torchance. Lange reichte die Dominanz nur bis zum Strafraum, vor allem unsaubere Pässe wie von Nelson Valdez und unnötige Dribblings wie von Mohammed Zidan verhinderten, dass der BVB für echte Gefahr sorgen konnte.

Die Dortmunder, die im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen Leverkusen nur Tinga für Sven Bender neu in der Startelf hatten, zeigten eine spielerisch enttäuschende Leistung gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Außenseiter, erhöhten aber nach dem Wechsel immerhin den Druck. Die erste Chance der zweiten Halbzeit besaß zwar der VfL, als BVB-Keeper Roman Weidenfeller gegen Tobias Nickenig (49.) rettete, doch Sahin traf kurz danach nach einer Kopfball- Verlängerung von Lucas Barrios.

Die Dortmunder legten weiter an Tempo zu, besaßen eine große Möglichkeit durch Mittelstürmer Barrios (60.), der nur den Pfosten traf. Doch die Osnabrücker lauerten gegen den haushohen Favoriten auf Konter und trafen nach einem herrlich Gegenangriff durch Siegert, der den tollen Pass des eingewechselten Dennis Schmidt einschob. So wurde die VfL-Geduld ebenso belohnt wie der leidenschaftliche Einsatz.

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