DFB-Pokal : Ein Sieg und die Krise ist vorbei

Der DFB-Pokal soll vielen Teams die Wende bringen. Nicht nur beim VfB Stuttgart wird der Pokal zum Hilfswettbewerb im Kampf gegen aktuellen Misserfolg ausgerufen.

Berlin - Nur ein Duell zwischen zwei Bundesligaklubs gibt es im Achtelfinale des DFB-Pokals. Was daran liegt, dass es nur acht Erstligisten bis in diese Runde geschafft haben, auch sechs Mannschaften aus der Zweiten Liga und eine aus der Dritten sowie eine aus der Vierten Liga sind noch im Wettbewerb. Was für manche den Reiz des Pokals ausmacht, verwundert angesichts der Tatsache, dass es für die Teams aus der Bundesliga keinen kürzeren Weg gibt, um einen Startplatz für das internationale Geschäft zu erreichen. Schaut man auf die Bundesligatabelle, finden sich dort acht Mannschaften, die in dieser Saison berechtigte Ambitionen auf einen der nur fünf hier zu vergebenden internationalen Startplätze haben.

Ein neuntes Team hat man vor der Saison auch zu ihnen gerechnet, den VfB Stuttgart. In der Krise geht es für Trainer Markus Babbel beim Zweitligisten Greuther Fürth aber nur darum, seinen Job zu behalten, bei einer Niederlage könnte er ihn los sein. „Die Spieler, die am Dienstag auf dem Platz stehen, sind in der Lage, die Wende herbeizuführen. Sie stehen jetzt in der Pflicht“, sagte VfB-Manager Horst Heldt. Babbel selbst sieht die Partie als „große Möglichkeit. Das ist ein anderer Wettbewerb und wir haben die Chance, in die nächste Runde einzuziehen.“

Auch bei anderen Klubs wird der DFB-Pokal am Dienstag zum Hilfswettbewerb im Kampf gegen aktuellen Misserfolg ausgerufen. Der MSV Duisburg will sich für die bislang schwache Saison im Zweitligaduell beim FC Augsburg rehabilitieren. „Das ist für uns die große Chance, alles, was wir bislang versaubeutelt haben, wieder aufzuholen“, sagte MSV-Trainer Peter Neururer.

Und sogar für den größten Außenseiter hat das Pokalspiel vor allem eine andere Bedeutung. Eintracht Trier hat bereits Arminia Bielefeld und Hannover 96 ausgeschaltet, in der Regionalliga zuletzt aber viermal in Serie verloren. „Momentan bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos. Es war teilweise eine desolate Leistung“, sagte Trainer Mario Basler. Und sein Stürmer Sahr Senesie sagte: „Am besten wir scheiden aus, dann können wir uns wieder voll auf die Regionalliga konzentrieren.“ Das sehen die Fans natürlich anders, die 10 256 Karten für das Moselstadion waren innerhalb von sieben Stunden ausverkauft, in der Stadt gibt es ein Public Viewing.

Keine Sorgen in der Liga hat hingegen Drittligist VfL Osnabrück, der vor 16 130 Zuschauern in der ausverkauften Arena Borussia Dortmund empfängt. „Dortmund kann kommen, wir haben keine Angst“, sagte Stürmer Dennis Schmidt. Zu Hause hat Osnabrück bereits Hansa Rostock und den Hamburger SV besiegt. klapp/dpa

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