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DFB-Pokal Halbfinale : 2:0 gegen Wolfsburg - Dortmund fährt nach Berlin

Borussia Dortmund besiegt den VfL Wolfsburg 2:0 und zieht ins Pokalfinale ein. Robert Lewandowski erzielt einen ganz besonderen Treffer. Und auch von Ilkay Gündogan gibt es gute Nachrichten für den BVB.

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Hundert Tore für den BVB. Robert Lewandowski besorgte mit seinem Jubiläumstreffer den 2:0-Endstand. Foto: dpa
Hundert Tore für den BVB. Robert Lewandowski besorgte mit seinem Jubiläumstreffer den 2:0-Endstand.Foto: dpa

Die Fans von Borussia Dortmund hatten fast das Vorhaben Pokalfinale torpediert. In einer eindrucksvollen Choreographie vor Anpfiff warfen sie gut vier Tonnen Konfetti und Luftschlangen auf den Rasen. Der Bodenbelag hatte aber Nebenwirkungen für die Fußballer des BVB. Mittelfeldspieler Milos Jojic etwa rutsche in der ersten Hälfte auf den Papierfetzen aus, bevor er in den Strafraum flanken konnte. Die Dortmunder bekamen den Untergrund und den Gegner VfL Wolfsburg dann doch noch halbwegs in den Griff und gewannen 2:0 (2:0). Damit stehen sie wie vor zwei Jahren im Pokalfinale am 17. Mai in Berlin.

Vor 80 200 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion erwies sich der Herausforderer aus Niedersachsen jedoch als enorm starker Widersacher. „Trotz des 2:0 war das komplett eng“, sagte Verteidiger Mats Hummels. Dortmunds Serie im Pokal hat aber weiter Bestand: Zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte bestritt die Borussia ein Halbfinale vor heimischer Kulisse, zum fünften Mal verließ sie den Rasen als Sieger. Wenn Bayern München Mittwoch gegen den Zweitligisten Kaiserslautern nachlegt, werden sich die wohligen Erwartungen der schwarz-gelben Fangemeinde auf eine Neuauflage des Finales 2012 erfüllen.

Die erste positive Meldung gab es bereits vor Spielbeginn, als der BVB die Vertragsverlängerung mit Ilkay Gündogan verkündete. Der am Rücken verletzte Nationalspieler verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2016.

Von Beginn an entwickelte sich ein mitreißendes Kampfspiel, bei dem beide Mannschaften sofort alles in die Waagschale warfen. In der zwölften Minute nahm Henrich Mchitarjan das Zuspiel von Marco Reus an der Strafraumgrenze auf, drei vier Schritte, ein Schuss ins kurze Eck und der BVB führte mit 1:0. Dann übernahm Wolfsburg die Initiative, vor allem der enorm starke Kevin de Bruyne sorgte auf der rechten Außenbahn für jede Menge Unruhe. Einen Schuss des Belgiers parierte Weidenfeller glänzend, Junior Malandas Kopfball klatschte an den Pfosten.

Die Führung für die Westfalen hing am seidenen Faden, doch dann zeigte der Gastgeber, wie viel Qualität er in der Vorwärtsbewegung entwickeln kann: Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff legte Reus quer auf Lewandowski, dessen Schuss hoch im Wolfsburger Kasten einschlug. Der Pole zog jubelnd das Trikot hoch und zeigte darunter ein T-Shirt, auf dem 100 geschrieben stand, denn es war sein hundertster Pflichtspieltreffer für die Dortmunder.

Der BVB hatte aus wenigen Möglichkeiten zwei Treffer erzielt, das gibt es auch nicht alle Tage. Über die gesamte Spieldauer schossen die Wolfsburger mehr als doppelt so oft auf das Tor, aber sie machten viel zu wenig daraus.
Wolfsburg lieferte auch nach dem Seitenwechsel eine ganz starke Vorstellung und forderte den Gegner maximal. Als Weidenfeller weit hinauseilte, um zu klären, kam Maximilian Arnold an den Ball, verfehlte aus 20 Metern jedoch das leere Tor. Auf der anderen Seite wurde der Kopfballtreffer Lewandowskis nach einem Freistoß von Reus nicht gegeben. Er hatte knapp im Abseits gestanden.

Zwei Tore wären durchaus noch aufzuholen gewesen, so, wie der VfL sein Spiel weiterhin ankurbelte. Doch als Malanda in der 75. Minute das Kunststück fertig brachte, den Ball aus drei Metern über das Tor zu dreschen und ihn danach auch noch aus dem Gewühl heraus an den Pfosten setzte, schwanden die Hoffnungen. Der BVB beschränkte sich weitgehend darauf, den wertvollen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das klappte, trotz Konfetti und Gegenwehr.

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