DFB-Pokal : Hertha mit Glück in Runde zwei

Hertha BSC ist nur knapp einer Erstrunden-Blamage im DFB-Pokal entgangen. Der Fußball-Bundesligist kam am Samstag nach schwacher Vorstellung beim Regionalligisten TuS Koblenz zu einem glücklichen 3:2 nach Verlängerung.

Koblenz (20.08.2005, 21:16 Uhr) - Hertha zog damit in die 2. Runde ein. Arne Friedrich (7.), Marcelinho (93.) und Nico Kovac (103.) erzielten vor 14 768 Zuschauern die Tore für die enttäuschenden Berliner. Salif Keita hatte Koblenz mit einem Doppelpack (89./91.) kurzzeitig von der Pokalsensation träumen lassen.

Hertha-Trainer Falko Götz musste auf vier verletzte Stammspieler verzichten, dafür kam Yildiray Bastürk nach überstandener Knieverletzung erstmals in dieser Saison von Beginn an zum Einsatz. Der türkische Nationalspieler führte sich nach sieben Minuten mit einem Flachschuss, den TuS-Torwart Michael Gurski aus dem Eck fischte, gut ein. Den Abpraller vertändelte die Koblenzer Abwehr und ermöglichte dem nachsetzenden Friedrich die frühe Führung.

Die Gäste deuteten dies offenbar als Indiz für einen Spaziergang. Im Mittelfeld ließen Bastürk und Marcelinho ihre gewohnte Kreativität vermissen, im Angriff herrschte totale Flaute, und in der löchrigen Abwehr wurden die nach 20 Minuten immer mutiger agierenden Koblenzer mit Nachlässigkeiten zum Toreschießen eingeladen. Lediglich dem gut aufgelegten Gerhard Tremmel hatte es die Hertha zu verdanken, dass die engagierten Hausherren bis kurz vor Schluss leer ausgingen. Der Hertha-Torwart glänzte vor allem bei einem Distanzschuss von Anel Dzaka (24.) und einem Solo von Keita (43.) mit tollen Paraden.

Auch nach dem Wechsel enttäuschte der pomadig agierende Bundesligist auf der ganzen Linie. Gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Regionalliga-Kicker fanden die Berliner keine Mittel. Lediglich eine Chance für Marcelinho, der aus vollem Lauf knapp verzog, war die magere Ausbeute. Koblenz mühte sich bis zum Abpfiff um den verdienten Ausgleich und wurde durch Keitas späten Treffer belohnt.

Der TuS-Torjäger brachte sein Team in der Verlängerung bereits nach 12 Sekunden sogar in Führung, die Marcelinho aber postwendend ausglich. Als die Hausherren mutig nach vorne stürmten, konterte Hertha eiskalt und schaffte durch Kovac die Entscheidung. (Von Eric Dobias, dpa)

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