DFB-Pokal : Hertha müht sich Sieg gegen Trier ab

Glanzloser Auftritt der Berliner. Im DFB-Pokalspiel gegen die hochmotivierten Viertliga-Amateure aus Trier kämpft sich das Team von Hertha-Coach Favre am Ende doch noch zum 3:1-Sieg durch.

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Trier, wir hören nichts. Patrick Ebert trifft zum 3:1.Foto: dpa

TrierDer Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin hat gerade noch mal eine Pokal-Blamage verhindert und sich am Freitagabend mit einem mühevollen 3:1-Sieg (1:1) beim Regionalligisten Eintracht Trier für die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. Vor 5830 Zuschauern im Moselstadion hatte der Serbe Marko Pantelic (8.) den enttäuschenden Bundesligisten in Führung gebracht, die Kevin Lacroix (26.) zum 1:1-Pausenstand ausglich. Der Schweizer Fabian Lustenberger (60.) und Patrick Ebert (81.) sorgten dann für den glanzlosen Arbeitssieg der Berliner.

Hertha-Coach Lucien Favre musste auf ein halbes Dutzend Spieler verzichten. Arne Friedrich, Lucio und Pal Dardai sind verletzt, Josip Simunic gesperrt. Gojko Kacar und Solomon Okoronkwo sind bei den Olympischen Spielen. Der tunesische Neuzugang Amine Chermiti, dessen Freigabe erst am Vormittag eingetroffen war, saß zunächst nur auf der Bank. Gegen den hochmotivierten Viertligisten tat sich die Hertha-Auswahl, die im Vorjahr in der zweiten Runde gegen den Drittligisten Wuppertaler SV ausgeschieden war, von Beginn an schwer.

Spritzige Amateure, pomadige Berliner

Die vom Publikum nach vorn gepeitschten Amateure zeigten keinen Respekt und hatten in der drangvollen Anfangsphase durch Lars Schäfer (6.), Holm Hentschke (7.), Lacroix (11./18.) und Gustav Schulz (23.) vielversprechende Chancen. Die bisweilen pomadig wirkenden Berliner hatten neben Pantelics Führungstor nach feiner Vorarbeit der beiden Brasilianer Raffael und Cicero dagegen nur noch einen Kopfball von Lukasz Piszszek (14.) an den Pfosten zu bieten. Fast zwangsläufig fiel der hochverdiente Ausgleich durch den Kopfball des 1,91 Meter großen Lacroix nach einer Ecke des starken Eintracht-Kapitäns Thorsten Wittek, einem gebürtigen Berliner.

Nach dem Wechsel zeigten die Gäste etwas mehr Elan. Nachdem Hertha-Keeper Jaroslav Drobny gegen Schulz (54.) den Rückstand verhindert hatte, gelang Lustenberger gegen die aufgerückte Eintracht-Abwehr das glückliche 2:1. Eberts Kopfball nach Flanke des eingewechselten Maximilian Nicu sorgte dann für einen versöhnlichen Hertha-Abschluss. (fg/dpa)

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