Sport : DFB-Pokal: HSV unterliegt überraschend dem Karlsruher SC mit 0:1 (0:0)

Martin Volkmar

Der Hamburger SV ist überraschend bereits in der zweiten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Der Teilnehmer an der Champions-League unterlag beim Regionalligisten Karlsruher SC mit 0:1 (0:0). Vitus Nagorny erzielte in der 65. Spielminute vor 25 000 Zuschauern im Wildparkstadion für die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz das Tor des Tages. Der Tabellenführer der Regionalliga Süd gewann gegen den Bundesliga-Achten auf Grund der kämpferischen Leistung verdient.

Gleich von Beginn an entwickelte sich bei kühlen Temperaturen eine abwechslungsreiche Partie, in der die Gäste die erste Gelegenheit zur Führung hatten: Roy Präger scheiterte in der siebten Minute an KSC-Torwart Thomas Walter. Vitus Nagorny köpfte nur drei Minuten später über das Hamburger Tor. Marcel Ketelaer (11.) und Anthony Yeboah (14.) vergaben noch gute Hamburger Torchancen. Ein Klassenunterschied war in den ersten 45 Minuten kaum festzustellen, allerdings fehlte den Karlsruhern im Sturm die notwendige Cleverness, um sich gegen die HSV-Abwehr durchzusetzen.

Roy Präger hatte zehn Minuten nach Wiederanpfiff die bis dahin größte Chance des Spiels, doch sein Kopfball klatschte nur an den Pfosten des KSC-Tores. Auf der Gegenseite gelang Nagorny per Kopfball nach einem Freistoß von Theo Rus die vielumjubelte Karlsruher Führung. Der HSV verstärkte zwar nun seinen Druck, kam aber gegen die konternden Karlsruher zu keinen nennenswerten Torchancen mehr.



SC Freiburg - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Sellimi beendet Bremer Pokalträume

Adel Sellimi hat Werder Bremens Träume vom dritten Einzug in ein DFB-Pokalfinale in Folge frühzeitig zunichte gemacht. Der Stürmer vom Bundesligarivalen SC Freiburg erzielte in der Schlussminute den Siegtreffer zum 1:0 (0:0) gegen die Hanseaten und machte damit den Einzug ins Achtelfinale für das Team von Trainer Volker Finke perfekt.

Die Freiburger revanchierten sich mit dem "Last-Minute"-Sieg auch für die 0:1-Pleite im Punktspiel vor vier Wochen. Vor der absoluten Minuskulisse von nur rund 10.000 Zuschauern zeigten beide Mannschaften ein enttäuschendes und zerfahrenes Spiel, das die schwachen Leistungen der Teams in den vergangenen Bundesligabegegnungen widerspiegelte.

Über weite Strecken war keine Linie zu erkennen, zudem fand in der Offensive ein Spiel über die Flügel fast gar nicht statt. Als ordnende Hand und Ideengeber wurden dabei die beiden Mittelfeld-Regisseure Zoubaier Baya (Freiburg) und Andreas Herzog (Bremen) schmerzlich vermisst, die nach zuletzt wenig überzeugenden Vorstellungen zunächst nur auf der Ersatzbank saßen.

Die besseren Chancen besaßen die Gäste von der Weser. So konnte Nationalspieler Marco Bode den Ball aus kurzer Distanz nicht im Freiburger Tor unterbringen, nachdem SC-Keeper Richard Golz einen Kopfball von Claudio Pizarro nur abklatschen konnte (37.). In der 64. Minute rettete Tobias Willi zudem in letzter Sekunde gegen den allein auf das Tor zulaufenden Werder-Stürmer Ailton.

Dagegen blieben die Gastgeber die meiste Zeit im Sturm ähnlich harmlos wie bei den vier Niederlagen in den letzten fünf Meisterschaftsspielen. Auch Neuzugang Wladimir But, der erst am Montag von Borussia Dortmund verpflichtet worden war, konnte der Partie nach seiner Einwechselung in der 46. Minute keine Wende geben.

Bei der größten Torchance klärte der Bremer Verteidiger Mladen Krstajic nach einer Flanke von Marco Weißhaupt für seinen bereits geschlagenen Torhüter Frank Rost zur Ecke. Bei der Finke-Mannschaft konnten mit Abstrichen Andreas Zeyer und Lewan Kobiaschwili gefallen, während bei Bremen am ehesten Fabian Ernst und Raphael Wicky Erstliganiveau erreichen. sid pa vo he





1:0 gegen Bremen: Sellimi schießt Freiburg in Runde drei Von Arne Bicker, dpa

Freiburg (dpa) - Adel Sellimi hat den SC Freiburg in die dritte Runde des DFB-Pokals geschossen. Durch ein Tor des Tunesiers in der 90. Minute gewannen die Badener am Dienstagabend das Duell gegen den Bundesliga-Konkurrenten Werder Bremen glücklich mit 1:0 (0:0). Vor 12 000 Zuschauern im Dreisamstadion, die eine niveauarme Begegnung sahen, erzielte Sellimi den entscheidenden Treffer nach einer Vorlage des gerade eingewechselten Regis Dorn. Eine Minute zuvor hätte der überragende Brasilianer Ailton bei einer Großchance für die zumindest ebenbürtigen Bremer alles klar machen müssen.

Ohne die Stammspieler Boubacar Diarra, Lars Hermel und Zoubaier Baya, denen Trainer Volker Finke angesichts des schweren Programms in der Bundesliga eine Pause gönnte, fanden die Freiburger nur schwer ins Spiel. Nachdem der von zwei Gegenspielern hart bedrängte aber Ramdane (8.) die frühe Führung für den Sportclub verpasst hatte, erkämpften sich die bis auf Andreas Herzog in Bestbesetzung angetretenen Bremer ein Übergewicht an Spielanteilen. Die größte Chance für die Gäste von der Weser vergab Marco Bode, der nach einem von SC-Keeper Richard Golz parierten Flugkopfball des Peruaners Claudio Pizarro aus vier Metern das leere Gehäuse verfehlte (38.).

Auch die nächste brenzlige Situation spielte sich vor dem Tor der Hausherren ab. Nach einem Fehler von Daniel Schumann strebte Ailton allein auf Golz zu und konnte erst im allerletzten Moment von dem spurtstarken Tobias Willi am Einschuss gehindert (63.) werden. Die Freiburger, bei denen der von Borussia Dortmund verpflichtete Wladimir But im zweiten Spielabschnitt ein vielversprechendes Debüt gab, konnten sich dagegen weiterhin keine zwingenden Torchancen herausspielen. Auch die Einwechslung von Regisseur Baya 13 Minuten vor Schluss vermochte dem ideenlosen Mittelfeld nicht mehr die erhofften Impulse zu geben.

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