Sport : DFB Pokal: Nicht klein genug

Stefan Hermanns

Als die Frage kam, die alle erwartet hatten, sagte Georgi Wassilew, der Trainer des 1. FC Union: "Ich habe diese Frage erwartet." Es kommt ja auch nicht alle Tage vor, dass ein Trainer im wichtigsten Spiel des Jahres seinen besten Torjäger auf der Bank sitzen lässt. 55 Minuten musste Daniel Teixeira warten, ehe er gegen Schalke mitspielen durfte. Böhme hatte gerade die Führung für den Favoriten erzielt.

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TED: Hat Union eine Chance, den DFB-Pokal zu gewinnen? Teixeira hat in der laufenden Regionalligasaison 31 Tore erzielt, gegen Schalke konnte er nicht mehr helfen. Kaum stand der Brasilianer auf dem Platz, traf Böhme zum zweiten Mal; das Spiel war entschieden. Wassilew sagte: "Ich habe dieses Risiko übernommen." Und so ungewöhnlich die Entscheidung ausgesehen haben mag, sie war wohl aus taktischer Sicht richtig. Überraschend? "Eigentlich nicht", sagte Abwehrchef Jens Tschiedel. "Dass wir gegen Schalke nicht mit drei Stürmern spielen würden, war klar."

Wassilew entschied sich "für die zwei Kleinen" (Tschiedel), für Harun Isa und Bozo Durkovic, die den hochgewachsenen Schalker Verteidigern am Boden einige Probleme bereiteten. Als es noch 0:0 stand, traf Isa die Latte, Durkovic den Pfosten. "Wir haben gut gespielt", sagte Teixeira. Dass er wenig dazu beitragen konnte, "muss ich akzeptieren. Ich kann nichts machen." Ähnlich geht es ihm bei der Frage nach seiner Zukunft. Bleibt er? Oder geht er? "Union ist ein guter Verein", sagte Teixeira. "Aber das ist nicht meine Entscheidung."

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