DFB-Pokal : TeBe: In Würde verlieren

Bei Tennis Borussia Berlin gibt es niemanden, der sich große Illusionen macht. Wenn die Fußballer des Berliner Viertligisten am Samstag in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Karlsruher SC auflaufen, wäre ein Erfolg der Berliner nichts anderes als eine Sensation.

Anke Myrrhe

Berlin -  Der KSC ist in der vergangenen Saison aus der Bundesliga abgestiegen, TeBe ist gerade erst aus der Oberliga in die Regionalliga zurückgekehrt. Doch im Pokal hat es schon einige Wunder gegeben.

Bei TeBe will man davon nur nichts wissen. Trainer Thomas Herbst fällt ohnehin selten mit großen Sprüchen auf. „Ich wünsche mir, dass die Mannschaft ein gutes Spiel abliefert und es uns gelingt, dem KSC alles abzuverlangen“, sagt der diplomierte Fußballlehrer, „trotz der kurzen Vorbereitung.“ Darin nämlich sieht er das größte Problem. Weil die erste Pokalrunde eine Woche vor dem Saisonstart in der Regionalliga Nord stattfindet, hat sich die Trainingsphase von TeBe deutlich verkürzt und es herrscht allgemeine Unsicherheit, ob die vielen Neuzugänge vor allem im Sturm schon gut genug ins Team integriert wurden. Herbst kann zumindest auf die komplette Viererkette inklusive Torwart und Sechser der Aufstiegssaison zurückgreifen, die gemeinsam in der Hinrunde nur neun Tore zuließen.

„Es ist eine schwierige Situation“, sagt TeBe-Sprecher Felix Krüger; für ihn kommt der Saisonstart zu früh. „Aber beim KSC sieht es ähnlich aus.“ Vorsichtiger Optimismus ist folglich vorhanden, auch wenn alle mit einem Erstrundenaus wie in der vorigen Saison rechnen, als TeBe Energie Cottbus 0:3 unterlag. Wenn das in Würde geschieht, wäre Thomas Herbst schon zufrieden  (19.30 Uhr, Jahn- Sportpark). 

0 Kommentare

Neuester Kommentar