DFB-Pokal : Überraschungen und ein Comeback

Hertha und Bochum sind draußen, Schalke 04 muss in die Verlängerung und der Bremer Ivan Klasnic feiert sein Comeback: Die zweite Runde des DFB-Pokals sorgt für viel Gesprächsstoff.

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Ivan Klasnic (l.) ist wieder da. -Foto: dpa

HamburgHertha BSC Berlin hat sich im DFB-Pokal blamiert und ist in der zweiten Runde nach einem 0:2 (0:0) beim Nord-Regionalligisten Wuppertaler SV ausgeschieden. Neben den Hauptstädtern erwischte es am Dienstagabend auch den Fußball- Bundesligisten VfL Bochum. Die Bochumer verloren das Westderby beim Zweitligisten Alemannia Aachen mit 2:3 (1:0). Der VfL Wolfsburg und Schalke 04 erreichten nach Siegen in direkten Bundesligaduellen das Achtelfinale. Wolfsburg gewann beim Karlsruher SC mit 1:0 (1:0), Schalke besiegte Hannover 96 nach Verlängerung mit 2:0 (0:0,0:0).

Die Runde der letzten 16 erreichten zudem Hansa Rostock und die Zweitligisten 1860 München und 1899 Hoffenheim. Außerdem qualifizierte sich Regionalligist Werder Bremen II durch einen 6:4 (2:2,2:2,1:1)-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den FC St. Pauli als zweites Amateurteam für die nächste Runde. Bei der zweiten Mannschaft der Bremer feierte der Kroate Ivan Klasnic nach seiner Nierentransplantation ein starkes Comeback.

Hertha scheitert erneut an Amateurverein

Im Wuppertaler Zoo-Stadion sorgten Sven Lintjens (81.) und Tim Jerat (86.) für die große Überraschung. Josip Simunic sah bei den schwachen Berlinern wegen Tätlichkeit die rote Karte (75.). In Überzahl machten die Bergischen die Sensation perfekt. Für den Tabellenzweiten der Regionalliga Nord war es der größte Pokalerfolg seit 44 Jahren. Berlin scheiterte zum vierten Mal in den vergangenen sechs Jahren an einem Amateurverein.

Schalke benötigte gegen Hannover die Verlängerung, um den Achtelfinaleinzug perfekt zu machen. Für die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka war es der erste Erfolg nach zuvor vier Pflichtspielen ohne Sieg. Der Brasilianer Rafinha (97.) und Nationalstürmer Kevin Kuranyi (119.) erzielten die Treffer für den Vizemeister. Hannovers Torwart Robert Enke sah beim 0:1 ganz schlecht aus. Im Karlsruher Wildpark-Stadion war Ashkan Dejagah der Matchwinner für die "Wölfe". Der U 21-Nationalspieler erzielte unmittelbar vor der Pause den Siegtreffer für die Niedersachsen (45.). Für den in der Bundesliga so starken Aufsteiger war es nach dem Kreuzbandriss von Stammtorwart Markus Miller der zweite Rückschlag innerhalb weniger Tage.

Auf dem Aachener Tivoli gingen die Bochumer in der 21. Minute zwar durch ein Eigentor von Marius Ebbers in Führung. Nach der Pause drehten Patrick Milchraum (50.), Lubos Pecka (62.) und Ebbers (81.) aber die Begegnung für den Bundesligaabsteiger. Der Anschlusstreffer von Pavel Drsek (83.) kam für den Bundesligisten, der nach einer Gelb-Roten Karte für Christoph Dabrowski (30.) mehr als eine Stunde in Unterzahl spielen musste, zu spät. Bochums Angreifer Joel Epalle sah in der Schlussminute ebenfalls die gelb-rote Karte.

Rostock siegt locker gegen Offenbach

Rostock hatte gegen gegen den Zweitligisten Kickers Offenbach keine Mühe. Enrico Kern (20., 29.), Stefan Beinlich (23.), René Rydlewicz (33.), Zafer Yelen (62.) und Dexter Langen (79.) trafen für den Erstligaaufsteiger. In den beiden Zweitligaduellen setzten sich Hoffenheim und der TSV 1860 durch. Hoffenheim gewann gegen die SpVgg Greuther Fürth durch Treffer von Carlos Eduardo (6.) und Francisco Copado (45., Foulelfmeter) mit 2:1. Für die Franken war Aleksandar Kotuljac (43.) erfolgreich. Die Münchner "Löwen" besiegten Mainz 05 durch Treffer von Antonio da Silva (50.) und Berkant Göktan (88.) ebenfalls mit 2:1. Felix Borja (52.) erzielte für die Mainzer den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Zweitligist FC St. Pauli schied trotz Überzahl bei der Werder-Reserve nach Elfmeterschießen aus. Bremens Kapitän Sandro Stallbaum (53.) und Dominic Peitz (118.) sahen die Gelbrote Karte. Die Treffer in der regulären Spielzeit erzielten Kevin Schindler (31.) und Martin Harnik (60.) für Bremen sowie Carsten Rothenbach (22.) und Ahmet Kuru (85.) für die Hamburger. (mit dpa)

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