DFB-Pokal : VfB Stuttgart überzeugt erneut nicht

Ein spielerisch weiterhin schwacher VfB Stuttgart hat durch ein mühsames 4:3 nach Verlängerung beim Regionalligisten TSG Hoffenheim die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht.

Hoffenheim (21.08.2005, 18:38 Uhr) - Damit vermieden die Schwaben gerade noch einen kompletten Fehlstart. Die Mannschaft von Startrainer Giovanni Trapattoni gewann am Sonntag durch Tore von Silvio Meißner (38.), Jon Dahl Tomasson (54.), Neuzugang Mario Carevic (100.) und Cacau (117.).

Nach nur einem Punkt aus zwei Bundesliga-Partien offenbarten die Schwaben jedoch im mit 6200 Zuschauern ausverkauften Dietmar-Hopp- Stadion erneut große spielerische Mängel. Thomas Ollhoff (14.), Sandro Cescutti (45.+1) und Matthias Örüm (120.) trafen für den vom ehemaligen Bayern-Profi Hansi Flick betreuten Regionalligisten aus Hoffenheim, der in der Saison 2003/2004 u.a. Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatte und erst im Viertelfinale gescheitert war.

Beim schwäbischen Bundesligisten stand wie bei 2:3 gegen den 1. FC Köln Mannschaftskapitän Zvonimir Soldo erneut nicht in der Startformation. Der mit 37 Jahren älteste Bundesliga-Feldspieler musste von der Bank aus beobachten, wie sich die VfB-Abwehr bei schnellen Hoffenheimer Kontern leicht ausspielen ließ. Der Tabellenzweite der Regionalliga Süd kam durch eine Standardsituation zur Führung. Markus Babbel foulte Martin Lanig an der Strafraumgrenze, den anschließenden Freistoß verwandelte Spezialist Thomas Ollhoff zum 1:0.

Trotz des Rückstandes bekam der VfB das Spiel besser in den Griff und die Stuttgarter Chancen häuften sich. Tomasson (15./22.) und Cacau (29./34.) vergaben beste Möglichkeiten, ehe Meißner mit einem Kopfball nach Ecke von Jesper Grönkjaer das 1:1 erzielte. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte Hoffenheim eine erneute Stuttgarter Abwehrschwäche: Cescutti schloss einen Konter zum 2:1 ab.

Trapattoni reagierte und brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit in Marco Streller einen dritten Stürmer. Der kroatische Mittelfeldspieler Mario Carevic feierte sein Pflichtspieldebüt für den VfB und führte sich keine 60 Sekunden nach seiner Einwechslung glänzend ein: Seine Flanke verwertete Tomasson per Kopf zum 2:2- Ausgleich (54.). Auch in den zweiten 45 Minuten hatte Stuttgart mehr vom Spiel und drängte auf die Entscheidung, doch erst ein Kunstschuss von Zarevic aus gut 25 m brachte in der Verlängerung den VfB in Führung. Die letzten zehn Minuten spielte der VfB in Unterzahl, da Streller mit einer Knieverletzung das Feld verlassen musste. Hoffenheims Daniel Reule vergab in der 114. Minute die große Chance zum Ausgleich, ehe Cacau das entscheidende 4:2 erzielte. Der 3:4- Anschlusstreffer durch Örüm fiel für Hoffenheim zu spät.


Weitere Ergebnisse:

FC Sachsen Leipzig - Dynamo Dresden 3:5 i.E. (1:1,1:1,0:1)

TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart 3:4 n.V. (2:2,2:1)

VfL Osnabrück - SpVgg Gr. Fürth 10:9 i.E. (2:2,2:2,0:1)

SF Siegen - SC Freiburg 0:1 (0:1)

1. FC Eschborn - 1. FC Nürnberg 0:4 (0:4) (tso)

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