DFB-Pokal : Wolfsburg erreicht Viertelfinale

Der VfL Wolfsburg hat die Pflichtaufgabe im Pokalduell gegen den FC Ingolstadt gemeistert. Ein spätes Tor des Routiniers Ivica Olic sicherte dem VfL am Mittwochabend beim hart umkämpften 2:1 (0:1) gegen den Zweitligisten den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Jubel bei den Wolfsburgern Naldo (links), Diego (Mitte) und Ricardo Rodriguez über das Tor zum 1:1 durch Naldo.
Jubel bei den Wolfsburgern Naldo (links), Diego (Mitte) und Ricardo Rodriguez über das Tor zum 1:1 durch Naldo.Foto: dpa

Lange Zeit hatte der Drittletzte der zweiten Liga gegen ideen- und leidenschaftslose Wolfsburger geführt. Ausgerechnet der frühere Wolfsburger Meisterspieler Caiuby (17.) schoss Ingolstadt in Führung. Ein abgefälschter Verzweiflungsschuss von Naldo (66.) brachte dem VfL mit der ersten echten Torchance den Ausgleich. Vor nur 7846 Zuschauern machte der große Favorit trotz enormer Feldvorteile lange viel zu wenig aus ihren Spielanteilen.

Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl, der vor dem Spiel von eimem „Highlight“ für den Clubsponsor gesprochen hatte, „gegen den Mutterkonzern anzutreten“, schickte die wesentlich engagiertere Elf aufs Spielfeld. Möglicherweise nahmen die Niedersachsen das Duell auch zu sehr auf die leichte Schulter. Obwohl Wolfsburg-Coach Dieter Hecking angekündigt hatte, „nicht großartig“ zu rotieren, brachte er gegen den Zweitliga-Abstiegskandidaten drei neue Kräfte ins Team. Neben dem wieder spielberechtigten Starspieler Diego waren in Willi Evseev und Bas Dost auch zwei Profis dabei, die zum ersten Mal in dieser Saison in der Wolfsburger Startelf standen.

Insgesamt erinnerte wenig an einen echten Pokalfight. Beide Teams traten mit dem Logo der Hilfsorganisation „A Chance To Play“ auf der Brust und nicht mit den Slogans der Sponsoren an. Zu offensichtlich sollte das Konzernduell für VW offensichtlich nicht sein. Auch die aktuelle Auto-Produktion hatte Einfluss auf das Spiel: Wegen der betroffenen Arbeitsschichten im VW-Werk kamen am frühen Mittwochabend gerade einmal 7846 Zuschauer zum Pokalduell.

Torchancen gab es im gesamten Spiel nur wenige. Die erste Möglichkeit des Spiels brachte sogleich die überraschende Führung für die Gäste. Mit einem feinen Pass schickte Schalke-Leihgabe Philipp Hofmann Caiuby gegen die viel zu offensiv stehende VfL-Abwehr auf die Reise. Alleine auf Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio zulaufend hatte der Brasilianer keine Mühe.

Der reagierte mit Hilflosigkeit und seltsam leidenschaftslos gegen gut verteidigende Bayern. Bezeichnend für das wenig inspirierte Wolfsburger Spiel: Trotz 70 Prozent Ballbesitz erspielte sich der Bundesligist in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance. Nach dem Seitenwechsel wagte Hecking mehr Offensive und brachte für den 21 Jahre alten Evseev den Kroaten Ivan Perisic. Zunächst änderte sich indes wenig. Erst durch Naldos nicht unhaltbaren Schuss aus knapp 30 Metern kam Wolfsburg zurück. Ingolstadts Keeper Ramazan Öczan sah dabei unglücklich aus - Olic erlöste schließlich die VfL-Fans mit seinem Last-Minute-Treffer. (dpa)

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