Sport : DFB-Pokalhalbfinale: Schalke fährt nach Berlin und trifft auf Union

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"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" und "Finale, Finale", riefen die Schalker Fans im Stuttgarter Daimler-Stadion. Vier Jahre nach dem Uefa-Cup-Sieg hat sich Fußball-Bundesligist Schalke 04 wieder für ein Endspiel qualifiziert. Die Gelsenkirchener triumphierten im DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart mit 3:0 (3:0) und treffen am 26. Mai im Olympiastadion auf den 1. FC Union, der bei einem Schalker Einzug in die Champions League als erster Amateurverein von einer Europapokal-Teilnahme träumen darf.

Mit einem furiosen Start machte der Bundesliga-Zweite frühzeitig die neunte Endspiel-Teilnahme in seiner Vereinsgeschichte perfekt. Ebbe Sand (3.), Gerald Asamoah (6.) und Emile Mpenza (18.) ebneten mit ihren Treffern den Weg zu einer weiteren Einnahme in Höhe von zwei Millionen und lassen die Schalker Fans nun vom zweiten "Double" nach 1937 träumen.

Stuttgart konnte dagegen nie an die Leistungen beim 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Samstag anknüpfen und müssen sich nach der desolaten Vorstellung wieder ernsthaft Sorgen um den Klassenerhalt machen. Dennoch bleibt für den VfB noch die Möglichkeit, im Europapokal für Furore zu sorgen. Im Achtelfinale des Uefa-Cups steht das Duell gegen den spanischen Vertreter Celta Vigo auf dem Programm.

Vor 38.000 Zuschauer im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion durften die 3.000 mitgereisten Schalker Fans bereits nach 216 Sekunden jubeln, als der dänische Torjäger Sand nach einer Flanke seines belgischen Sturmpartners Mpenza per Kopf traf. Nur drei Minuten später erhöhte Asamoah für den Mannschaft von Trainer Huub Stevens auf 2:0. Der 22-Jährige ließ nach einem Zusammenspiel mit Andreas Möller Stuttgarts Schlussmann Timo Hildebrandt mit einem 20-m-Schuss keine Chance. In der 18. Minute ließen die "Königsblauen" den dritten Treffer folgen. Nach feinem Zuspiel von Mike Büskens war Mpenza aus 16 Metern erfolgreich.

Von den Schwaben war über weite Strecken nicht viel zu sehen. Fast ein halbe Stunde verstrich, bis sich der dreimalige Cupsieger die erste Torchance herausspielte. Pablo Thiam setzte allerdings einen Kopfball über das Schalker Tor (28.). Sieben Minute später scheiterte der Stuttgarter Neuzugang Adhemar, der gegen Kaiserslautern am vegangenen Samstag noch dreimal getroffen hatte, mit einem Distanzschuss nur knapp.

In der zweiten Halbzeit bemühte sich der VfB, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Adhemar traf mit einem Freistoß allerdings nur die Latte (47.). Glücklos waren die Süddeutschen auch Mitte der zweiten Halbzeit, als nach einem Durcheinander in der Abwehr der Schalker Sand auf der Linie klärte (73.)

Vor dem Spiel war der neue VfB-Manager Rof Rüssmann noch guter Dinge: "Wir haben ein Heimspiel. Da lassen wir uns die Butter nicht vom Brot nehmen." Er baute dabei auch auf Krassimir Balakow. Der zuletzt gesperrte Spielmacher kehrte in die Anfangsformation zurück, konnte jedoch kaum Akzente setzen.

Stevens veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1: 4-Niederlage in Cottbus auf zwei Positionen. Für Böhme, der nach seiner Roten Karte gesperrt ist, rückte Büskens ins Team, während Möller nach auskurierter Sehnenreizung den Platz von Youri Mulder einnahm.

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