Sport : DFB-Präsident vor dem Sturz Verbandsführung sucht auch neuen Bundestrainer

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Berlin Der Tag der Entscheidungen naht. Am Montagabend tagt in Frankfurt am Main das zwölfköpfige Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Dann soll die Suche nach einem neuen Bundestrainer beendet sein. Beim Krisengipfel geht es auch um die Zukunft von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Gestern schloss der 71-Jährige für den Posten des Bundestrainers eine Übergangslösung aus: „Das schließe ich als Lösung in Anbetracht der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2006 aus. Ich will aber den Vorschlägen und Diskussionen am Montag nicht vorgreifen.“

Der DFB-Präsident ist vorsichtig geworden, nachdem er wegen seines Führungsstils viel Kritik einstecken musste. „Er hat schon vor 25 Jahren so seine Ministerien geführt. Entweder man akzeptiert wie er ist, oder man opponiert dagegen, das ist auch möglich“, sagte Franz Beckenbauer, der ebenfalls dem DFB-Präsidium angehört, am Samstag. Der Sturz von Mayer-Vorfelder scheint beschlossene Sache. Spätestens auf dem DFB-Bundestag am 23. Oktober soll Verbands- Schatzmeister Theo Zwanziger (59) als Gegenkandidat vorgeschlagen werden.

Eine Entlassung seines persönlichen Referenten Jan Lengerke lehnte Gerhard Mayer-Vorfelder unterdessen ab. „Ich halte es nicht für angebracht, wenn man auf DFB-Angestellten rumhackt. Außerdem habe ich noch nie ein Bauernopfer gebracht, um meinen Kopf zu retten“, sagte er der ARD.

Mayer-Vorfelder reagierte damit auf die Forderung einiger Präsidiumsmitglieder, die den Antrag stellen wollen, wonach sich der DFB-Präsident von seinem Assistenten trennen soll. „Der junge Mann sieht sich nicht als Diener der Sache, sondern als Herrscher. Das hat zu erheblichen Irritationen geführt“, hatte DFB-Schatzmeister Zwanziger dem Tagesspiegel gesagt. Tsp

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