Sport : DFB sperrt Wörns und Micoud

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Frankfurt am Main - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat am Donnerstagabend Zeichen gesetzt: Christian Wörns von Borussia Dortmund wurde wegen „gesundheitsgefährdender Spielweise“ für vier Spiele, Johan Micoud von Werder Bremen wegen Tätlichkeit für drei Spiele gesperrt. „Ich finde das Urteil zu hart“, sagte Wörns. Fehlen wird der 33-Jährige nach seiner Attacke gegen Stefan Kießling vom 1. FC Nürnberg auch in den ersten beiden Spielen der nächsten Saison. Micoud hatte im Spiel gegen Schalke seinem Gegenspieler Christian Poulsen in die Genitalien gegriffen. „Das Urteil ist inakzeptabel“, sagte Werders Manager Klaus Allofs. „Es ist unverständlich, dass der Aussage eines solchen Spielers eine derartige Wertigkeit beigemessen wird.“ Poulsen, der selbst immer wieder mit Unbeherrschtheiten auffällt, war als Zeuge bei der Verhandlung anwesend. Eine Revision gegen Sportgerichtsurteile ist nicht zulässig.

Richter Rainer Koch bezeichnete Wörns’ Schlag mit dem Arm als „deutlich unerlaubte gesundheitsgefährdende Spielweise“ mit Treffer im Gesicht. Schiedsrichter Peter Gagelmann hatte die Szene nicht gesehen, so dass der DFB nachträglich ermitteln konnte. dpa

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