DFB : Vertrag mit Nada zu Dopingkontrollen

Nach dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat auch die Nationale Antidoping Agentur (NADA) den neuen Vertrag über 500 Dopingkontrollen in dieser Bundesliga-Saison bestätigt. Erstmals werden im deutschen Spitzenfußball Bluttests vorgenommen.

„Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Es trägt zur Glaubwürdigkeit im Anti-Doping-Kampf des Fußballs bei“, sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer am Freitag der dpa. Allerdings werden nur 15 Prozent der ausschließlich im Training der Vereine aus Bundesliga und 2. Liga sowie den Nationalmannschaften vorgenommenen Kontrollen Bluttests sein. Bei somit 75 Proben wird jeder der 36 Vereine weniger als zwei Kontrollen pro Jahr zu erwarten haben. Über die Verteilung der Tests zwischen Clubs und DFB-Teams wurden keine Angaben gemacht.

„Natürlich kann man darüber diskutieren, ob die Zahl ausreichend ist. Den Betrag, der für die Tests zur Verfügung steht, bestimmt der DFB, wie dieser eingesetzt wird, ist Sache der NADA. Wir stehen als Partner jederzeit zur Verfügung“, sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer zum Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund. Über das Budget für die neuen Anti-Doping-Maßnahmen machte der Fußball-Verband keine Angaben. Eine Blutkontrolle kostet etwa 300 Euro. Nach den Spielen werden von den Bundesliga-Profis bei den Dopingtests nur Urinproben genommen. In der vergangenen Saison waren es 1700. Diese Anzahl ist auch für die neue Saison vorgesehen. Blutkontrollen wurden von der NADA in Disziplinen wie Leichtathletik und Radsport bereits vor mehr als zwei Jahren eingeführt. „Und jetzt führen wir Blutkontrollen in den Mannschaftssportarten ein“, sagte Mortsiefer. (dpa)

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