DHB-Pokal : Füchse gewinnen mit 35:28

Nach 23 Jahren verliert Titelverteidiger THW Kiel erstmals wieder ein Heimspiel im DHB-Pokal. Die Rhein-Neckar Löwen hatten nach ihrem Pokal-Coup in der Sparkassen-Arena allen Grund zum Jubeln. Die Füchse gewannen gegen Eintracht Hildesheim

Das Final-Turnier um den deutschen Handball-Pokal wird ohne den Titelverteidiger stattfinden. Der THW Kiel verlor am Mittwochabend das Achtelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen vor heimischem Publikum überraschend mit 30:32 (14:16). Es war nach 23 Jahren die erste Heimniederlage der „Zebras“ im DHB-Pokal. Zuletzt hatte Kiel im November 1990 mit 15:25 gegen TuSEM Essen verloren.

In einer sehr emotional geführten Partie hatte der Bundesliga-Vierte aus Mannheim schneller ins Spiel gefunden. Mit sehr viel Geduld spulten die Löwen ihre Angriffe ab. Der gastgebende Tabellen-Zweite spielte dagegen zu ungeduldig. „Der Sieg der Löwen ist absolut verdient“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason nach dem Spiel. „Sie waren besser als wir. Im Angriff und in der Abwehr.“ Eine ganz starke Leistung zeigte Gäste-Torhüter Niklas Landin, der besser hielt als seine Kieler Gegenüber Andreas Palicka und Johan Sjöstrand. Kiels Aufholjagd in der zweiten Halbzeit kam zu spät.

Beste Werfer des Abends waren mit jeweils acht Treffern der Kieler Aron Palmarsson sowie Alexander Petersson für die Gäste, die ihren Pokal-Coup entsprechend feierten.

Knapp an der Blamage vorbei schrammte die SG Flensburg-Handewitt.

Der Bundesliga-Tabellenführer setzte sich beim Zweitligisten EHV Aue hauchdünn mit 27:26 durch. Zur Halbzeit hatte Aue noch mit 19:16 geführt. Sogar die Verlängerung benötigte Frisch Auf Göppingen, um beim Zweitligisten TV Bittenfeld mit 39:36 zu gewinnen. Nach 60 Minuten hatte es 31:31 gestanden. In einem reinen Bundesliga-Duell gewann der TBV Lemgo überraschend 33:24 (18:14) beim TuS N-Lübbecke.

Komplettiert wird das Viertelfinale durch die HSG Wetzlar (33:29 gegen HBW Balingen-Weilstetten), die Füchse Berlin (35:28 über Eintracht Hildesheim), die MT Melsungen (33:24 in Erlangen) und Zweitligist VfL Bad Schwartau (28:19 gegen SG Leutershausen).(dpa)

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