Sport : Die Aktien steigen wieder

Dortmund schlägt Mönchengladbach 2:1

Felix Meininghaus

Dortmund - Viel Grund zum Feiern haben sie bei Borussia Dortmund derzeit nicht. Morgen jährt sich zum fünften Mal der Börsengang und damit eines der traurigsten Kapitel in der fast hundertjährigen Vereinsgeschichte. Auch sportlich war die Bilanz zuletzt mit vier Unentschieden nicht berauschend. Da war der schwer erkämpfte 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach wichtig für die Seele des ehemaligen Meisters.

Nach dem Schlusspfiff sprach Sebastian Kehl von einem Sieg, „der für uns sehr, sehr wichtig war, weil wir zuletzt so viele Punkte haben liegen lassen“. Verdient war der dreifache Punktgewinn auch, weil sich die über weite Strecken harmlosen Gladbacher erst in den letzten zehn Minuten ernsthaft bemühten, das Dortmunder Tor Gefahr auszusetzen. Die erste Halbzeit gehörte den Gastgebern, die vor 80 100 Zuschauern im Westfalenstadion lediglich versäumten, eine beruhigende Führung herauszuschießen. Tomas Rosicky und David Odonkor und der enorm spielfreudige Nuri Sahin nutzten in der schwungvollen Anfangsphase ihre Torchancen nicht. Erst Kehl gelang nach schöner Flanke von Dede per Kopf die Führung.

Nach dem Seitenwechsel ging der Schwung verloren, dafür wurde das Spiel härter und hektischer. Schiedsrichter Wolfgang Stark zückte allein in der zweiten Halbzeit sieben Mal die Gelbe Karte. Richtig Fußball gespielt wurde erst wieder in der Schlussphase, als die Gladbacher endlich die Initiative ergriffen, dem Dortmunder Ebi Smolarek aber nach einem Konter sein neuntes Saisontor und die Entscheidung gelang. Oliver Neuvilles Anschlusstor in der Nachspielzeit kam zu spät. „Wir sind momentan nicht in der Lage, unsere Möglichkeiten zu verwerten“, tadelte Mönchengladbachs Trainer Horst Köppel. Dass seine Mannschaft gescheitert war, weil sie sich kaum Möglichkeiten erspielt hatte, erwähnte er nicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar