Sport : Die anderen strampeln, aber Karassew muß warten

SEBASTIAN ARLT

Der neue Alba-Spielmacher hat Probleme mit dem Visum / In Slowenien will man "Kraft tanken"VON SEBASTIAN ARLT BERLIN.Alle strampelten sich ab - nur einer fehlte.Als die Basketballer von Alba Berlin gestern im "Studio" von Physiotherapeut Joe Kaufmann ihre physische Verfassung testeten, saß Wassili Karassew mit Frau und Kind in Moskau auf gepackten Koffern und wartete vergeblich auf den erlösenden Anruf.Es gab Probleme mit dem Visum, so daß sich das Eintreffen des neuen Alba-Spielmachers in Berlin verzögern wird."Wir versuchen alles, aber es ist sehr schwierig, einen Zuständigen zu erreichen", meinte Manager Marco Baldi.Kein optimaler Trainings-Auftakt also für den Deutschen Meister und Pokalsieger, der bereits heute (erst einmal ohne den Russen) ins zweiwöchige Trainingslager nach Rogla in Slowenien reist. In der Ruhe und Abgeschiedenheit des 1500 Meter hoch gelegenen Ortes will man "Kraft tanken", wie sich Trainer Svetislav Pesic ausdrückt.Was das bedeutet, ist klar: Die Alba-Spieler dürfen sich auf ein knallhartes Konditionsprogramm von Professor Milivoje Karalejic einstellen.Denjenigen, die schon einmal das Vergnügen hatten, läuft es schon bei der bloßen Erwähnung des Namens heiß und kalt den Rücken runter.Doch gerade durch gute Kondition wird die Grundlage für mehr gelegt.Svetislav Pesic verweist in diesem Zusammenhang auf die gute physische Verfassung, die sein Team auch noch zum Ende der vergangenen Saison hatte.Pesic: "Und man ist nicht so verletzungsanfällig ..." Warum Rogla? Man habe dort optimale Bedingungen, erklärt Pesic.Zudem sind auch einige andere Klubs (Panathinaikos Athen, Olimpija Ljubljana, Croatia Split) während den kommenden Wochen dort, so daß sich unbürokratisch Möglichkeiten zu Trainingsspielen ergeben könnten.Natürlich muß die Zeit auch genutzt werden, um die "Neuen" zu integrieren.Neben Karassew sind bekanntlich Christian Welp, Vladimir Bogojevic und Dusan Koutsopoulos-Jelic zum Europaligisten gestoßen, für den das erste Pflichtspiel in der Bundesliga am ersten September-Wochenende ansteht.In der Europaliga tritt man erstmals am 17.September (in Bologna) an. Und Teamsystem Bologna - verstärkt wie wohl kein anderer Europaligist - ist auch einer der Gegner, auf den Alba nach Ende des Trips nach Rogla bei Vorbereitungs-Turnieren in Pesaro (21.bis 24.August) und Belgrad (27.bis 31.August) trifft.Weitere Prüfsteine dort: FC Barcelona, Olympiakos Piräus, Efes Istanbul, Benetton Treviso sowie die Belgrader Klubs Roter Stern und Partizan.Die Aufzählung der Klubs zeigt: Alba Berlin will sich gleich mit den stärksten europäischen Teams messen.

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