Sport : Die Angst dauert 45 Minuten

Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union versinkt nach dem 1:2 beim Karlsruher SC noch tiefer im Abstiegskampf

Markus Scheffel

Karlsruhe. In sieben Auswärtsspielen zuvor waren gerade mal drei Punkte, jeweils durch Unentschieden, herausgesprungen. Eine solche Bilanz verunsichert. Und als der Fußball-Zweitligist 1. FC Union gestern beim Karlsruher SC antrat, drückte sich diese Unsicherheit in Mutlosigkeit aus. Ohne Courage war für die Berliner nichts zu holen. Nach einer knappen halben Stunde lagen sie schon 0:2 zurück. Frederic Page schaffte zwar kurz vor der Pause den Anschlusstreffer, aber zu mehr langte es nicht. Die 1:2 (1:2)-Niederlage beim KSC nagelt Union weiter im Abstiegskampf fest. Am Mittwoch im letzten Spiel des Jahres daheim gegen Wacker Burghausen muss nun auf jeden Fall ein Sieg her.

Kostadin Widolow abwanderungswillig und verletzt, Thomas Sobotzik nach Gelb-Roter Karte gesperrt – zwei Spielmacher, beide waren nicht verfügbar. Keine günstigen Voraussetzungen also für Union vor 9500 Zuschauern im Wildparkstadion. Aber immerhin eine Gelegenheit für Chibuike Okeke, um zu zeigen, dass er zu Unrecht hinter Widolow und Sobotzik bisher nur Ersatz war. Doch gerade am Anfang, als Union überhaupt keine Linie fand, tauchte Okeke unter.

Dabei hatte der KSC zuletzt auch ein paar Problemchen offenbart. In den letzten drei Spielen hatte die Elf nur einen Punkt geholt und nur ein Tor geschossen. Die magere Bilanz war nach 27 Minuten bereits in einem Teilbereich aufgebessert worden, indem nämlich der US-Amerikaner Conor Casey und Iwan Sajenko die Gastgeber mit 2:0 in Führung geschossen hatten. Pages Tor zum 1:2 war für Union ein Signal, um nach dem Seitenwechsel den Gegner ein bisschen forscher zu attackieren. Florian Bruns wäre fast der Ausgleich geglückt, doch der ehemalige Freiburger scheiterte freistehend an KSC-Torwart Fischer.

Als die Gäste gegen Ende ihre Defensive bereits kräftig gelockert hatten, verpasste Mario Engelhardt für die Karlsruher die Vorentscheidung: Er traf nur den Pfosten des Union-Tores. Bei den Berlinern machte sich auch das Fehlen der wie Sobotzik ebenfalls gesperrten Baumgart und Joppe negativ bemerkbar. Alle drei sind gegen Burghausen wieder dabei. Dann mit besserem Ausgang?

0 Kommentare

Neuester Kommentar