Sport : Die Angst vor dem Tor

Die Eisbären verlieren in Iserlohn 1:2 nach Penaltyschießen

Michael Topp

Iserlohn. Um die Iserlohn Roosters ist es in dieser Saison nicht eben gut bestellt. Der Klub aus der mit rund 100 000 Einwohnern kleinsten Stadt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wird immer mehr zur Eishockey-Provinz. Noch in der vergangenen Saison waren die Roosters nur knapp am Erreichen der Play-offs gescheitert. Doch nachdem der erfolgreiche Trainer Greg Poss Iserlohn in Richtung Nürnberg verließ, sind die Ziele im Sauerland bescheiden geworden. Nach Stand der Dinge geht es für Iserlohn wohl nur darum, die unerwünschte Qualifikation für die Abstiegsspiele zu vermeiden. Gestern gelang da ein wichtiger Schritt, die Roosters siegten gegen die Berliner Eisbären 2:1 (1:0, 0:1, 0:0/1:0) nach Penaltyschießen.

Der Tabellenführer aus Berlin trat anfangs nicht souverän auf in der mit 2492 Zuschauern nur zur Hälfte gefüllten Iserlohner Eishalle. Die für ihre Verhältnisse ungewöhnlich unsicher agierenden Eisbären konzentrierten sich vor allem aufs Diskutieren mit Schiedsrichter Petr Chvatal, was ihnen außer einigen Strafminuten gar nichts einbrachte. Yvon Corriveau konnte sich sogar glücklich schätzen, dass er nach einer von ihm angezettelten Keilerei im ersten Drittel nur eine zehnminütige Disziplinarstrafe erhielt.

Das erfolgreichere Eishockey spielten zunächst die Iserlohner. Völlig verdient erzielte Chris Bartolone per Schlagschuss den Führungstreffer. Erst im zweiten Drittel lief es bei den Berlinern besser. Mitte des Abschnitts gelang Rob Leask der Ausgleich. Es war bereits der neunte Saisontreffer des Berliner Verteidigers. Wenig später hatten die Berliner dann aber Glück, als ihr ehemaliger Verteidiger David Cooper nur an die Latte des von Rich Parent gehüteten Tores schoss. In einem spannenden Spiel traf Kelly Fairchild noch den Pfosten, mehr aber nicht. Die Berliner wirkten im Abschluss zu ängstlich. In drei Spielen haben sie nur drei Treffer erzielt, denn im Penaltyschießen trafen sie gestern auch nicht. Da hatten die Eisbären – wie Freitag beim 1:2 gegen Krefeld – kein Glück: Scott King erzielte Iserlohns Siegtreffer.

Während es bei den Berliner mit dem Toreschießen momentan nicht klappt, hat damit ein anderes Team in der DEL kein Problem: die Düsseldorfer EG. Gestern feierte die DEG beim 3:1 in Ingolstadt den siebten Sieg in Serie. Star der Partie war Daniel Kreutzer, der seine Saisontore 16 und 17 erzielte. Damit ist der deutsche Nationalspieler zurzeit klar der beste Torjäger der Liga. Freitag kommt er mit seinem Team nach Berlin. Dann empfangen die Eisbären die DEG im Sportforum.

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