Sport : Die Auto-Motivation

Benedikt Voigt lobt eine Prämie für walisische Nationalspieler aus

Benedikt Voigt

Natürlich steht Fred Done zu seinem Wort. Der englische Wettanbieter hatte vor dem Spiel zwischen Israel und Russland für jeden israelischen Torschützen einen Mercedes im Wert von 75 000 Euro ausgelobt – und steht nun bei Omer Golan und Elyaniv Badra in der Schuld. Ihre Treffer zum 2:1-Sieg Israels haben England vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel zu einer guten Ausgangsposition verholfen. Nun ist es so, dass Fred Done die Autoschlüssel gerne überreichen würde – wenn nicht Israels Verband seinen Spielern verboten hätte, die Geschenke anzunehmen. Man habe für Stolz und Ehre gespielt, hieß es, und nicht für irgendeine Prämie. Das sollte mal einer den deutschen Nationalspielern erzählen, die demnächst wieder über ihren EM-Bonus verhandeln – aber das nur am Rande. Denn nun verspricht auch der russische Milliardär Leonid Fedun dem kroatischen Torhüter und den drei besten Feldspielern je einen Mercedes – wenn sie die Engländer besiegen. Und warum erzählen wir das alles?

Weil eine Niederlage heute gegen Wales für die deutsche Mannschaft durchaus vorteilhaft wäre. Dann stiege die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei der EM-Auslosung auf leichtere Gegner träfe. Aber freiwillig verlieren, das geht natürlich nicht. Die Empörung wäre groß, womöglich wäre sogar von Betrug die Rede. Die oben genannten Beispiele zeigen allerdings, dass es durchaus erlaubt ist, andere Teams mit Prämien zu motivieren. Also liebe walisische Nationalspieler, Nobelkarossen scheinen ja ganz gut anzukommen – wofür hat die deutsche Nationalmannschaft eigentlich einen Hauptsponsor?

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