Sport : „Die Bayern sind unsere Freunde“

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Herr Littmann, im Halbfinale des DFB-Pokals treffen Sie auf Bayern München. Kann es denn für den FC St. Pauli nach dem Sieg in der Verlängerung gegen Hertha BSC und dem Schneespiel gegen Werder Bremen noch eine Steigerung geben?

Groß zu toppen ist das nicht. Auf jeden Fall werden wir eine tolle Atmosphäre haben im Stadion, auch wegen unserer reizvollen Beziehung zu den Bayern.

Aus einem Benefizspiel der Bayern im Juli 2003 haben Sie 200 000 Euro eingenommen und Ihre Schulden reduzieren können. Die Bayern kommen also nicht mehr als Feinde nach Hamburg?

Nein, die Bayern sind unsere Freunde. Aber wir freuen uns, dass es im Gegensatz zum Benefizspiel diesmal um etwas geht.

Sie hatten vor der Saison Schulden in Millionenhöhe. Würde es sich nicht anbieten, für das Pokalspiel in die AOL-Arena umzuziehen und so mehr Geld einzunehmen?

Im Verein gibt es sicher Stimmen dafür. Aber für die Vereinsführung gab es eine solche Überlegung nie. Das ist eine grundsätzliche Frage. Wir sind am Millerntor zu Hause. Die Atmosphäre hier würden wir in keinem anderen Stadion erleben.

Die Fragen stellte Friedhard Teuffel.

Corny Littmann, 53, ist seit 2003 Präsident des Fußball-Regionalligaklubs FC St. Pauli. 1988 hatte er das Schmidt-Theater in Hamburg gegründet und arbeitet seither als Theatermanager.

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