Sport : Die Bayern spielen für Makaay

Der Niederländer trifft zweimal beim 6:3 gegen Nürnberg und kann noch Torschützenkönig werden

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München Die Meisterschale ist wieder im Besitz des FC Bayern München. Unter dem Jubel von 63 000 Zuschauern überreichte Liga-Präsident Werner Hackmann am Samstag in München um 17.31 Uhr nach einem 6:3-Sieg des neuen Champions im bayerischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg die Trophäe an Kapitän Oliver Kahn.

Der deutsche Rekordmeister, der den 19. Titelgewinn bereits vor zwei Wochen am 31. Bundesliga-Spieltag perfekt gemacht hatte, lag im 1120. und letzten Fußballspiel im Münchner Olympiastadion zeitweise sogar auf Rekordkurs: Doch nach dem 5:0-Halbzeitstand konnten die Münchner ihre 9:0-Rekordsiege gegen Tennis Borussia (1976) und Kickers Offenbach (1984) zum Abschluss der 33-jährigen Fußball-Ära im Olympiastadion nicht überbieten. In der kommenden Saison spielen die Bayern in der neuen, rund 340 Millionen teuren Allianz Arena, die Ende dieses Monats eröffnet wird.

Der große Gewinner der sportlich unbedeutenden Begegnung war Roy Makaay. Der Niederländer erzielte mit einem traumhaften Freistoß (31.) und einem platzierten Foulelfmeter (41.) seine Saisontreffer 20 und 21. Damit liegt er vor dem 34. und letzten Spieltag am kommenden Samstag nur noch zwei Tore hinter dem führenden Slowaken Marek Mintal. Der 23-fache Saison-Torschütze ging beim direkten Duell leer aus. Seinen gefährlichsten Schuss entschärfte Nationaltorhüter Kahn (61.). Die weiteren Bayern-Treffer erzielten Claudio Pizarro, Michael Ballack und Sebastian Deisler (2). Die Nürnberger Treffer schossen der Münchener Verteidiger Martin Demichelis (Eigentor) und der eingewechselte Samuel Slowak, der gleich zweimal traf, als die Bayern längst das Tempo aus dem Spiel genommen hatten.

Nach der ultimativen Ehrenrunde im Stadion mit dem weltberühmten Zeltdach ging der Party-Marathon für die Bayern-Profis munter weiter: Im Autokorso fuhren sie in Innenstadt zum traditionellen Empfang durch Oberbürgermeister Christian Ude auf dem Marienplatz. dpa

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