Sport : Die Bewegungshelfer

Friedhard Teuffel

wünscht sich mehr sportliche Schuldirektoren Wahrscheinlich weiß er es selbst noch nicht, aber im Grunde ist der Schuldirektor ein wichtiger Bewegungshelfer. Schließlich haben die Landesregierungen gewollt und in Schulgesetze hineingeschrieben, dass der Direktor jetzt mehr alleine entscheiden darf. Damit wird er auch zum obersten Übungsleiter jeder Schule, denn er kann beeinflussen, wie viel sich die Kinder und Jugendlichen bewegen sollen.

Besonders bewegend ist der Alltag an vielen Schulen jedoch nicht, und dafür kann man nun auch die Direktoren verantwortlich machen. Sie haben offenbar nicht verstanden, dass sportliche Aktivität die geistige Leistungsfähigkeit erhöht. Noch fallen zu viele Sportstunden aus, und bei den Sportangeboten außerhalb des Unterrichts könnten sich viele Schulen mehr einfallen lassen. Bei der Sprint-Schulsportstudie gab die Hälfte der befragten Schulleiter an, dass sie die Zusammenarbeit mit Sportvereinen nicht wichtig finden. Das lässt sich leicht erklären, denn es sind noch nicht auffallend viele Sportlehrer Direktor geworden.

Es liegt in der Hand der Direktoren, das Profil ihrer Schule zu gestalten. Sie sollten dabei dem Sport mehr Wertschätzung entgegenbringen, nicht nur weil er für die meisten Schüler das schönste Nebenfach der Welt ist. Den Wandel vieler Schulen zu Ganztagseinrichtungen könnten sie nutzen, um ihren Schülern mehr Gelegenheit zum Bewegen zu bieten, sei es durch Sport-AGs, Vergleichswettkämpfe mit anderen Schulen oder Kooperationen mit Vereinen. Die Schulleiter müssen nicht gleich Sportdirektoren werden, aber vielleicht etwas sportlichere Direktoren.

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