DIE BILANZ gegen Portugal ist positiv : Zwei Spiele, die nicht zu vergessen sind

Was spricht nicht alles für die Portugiesen. Cristiano Ronaldo, klar. Die deutsche Abwehr, oh Gott. Deco, Pepe, Carvalho – alles nicht gut. Aber es gibt Hoffnung. Oder anders gesagt: es gibt Zahlen, handfestes Material. Zum einen der Spielort, Basel. 14 Spiele hat Deutschland bisher dort absolviert und, Achtung!, 11 davon gewonnen. Gut, die meisten Spiele in Basel waren gegen die Schweiz, zuletzt am 26. März ein sattes 4:0. Aber egal, die Statistik spricht für Deutschland. Genau wie die Länderspiel-Bilanz gegen Portugal. Sieben Siege stehen drei Niederlagen und fünf Unentschieden gegenüber. Zwei Spiele davon bleiben in besonderer Erinnerung. Genau genommen bleibt eines in guter Erinnerung, und das andere konnte noch nicht aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht werden. Dieses 0:3 am 20. Juni 2000 bei der EM in den Niederlanden und Belgien. Zum Glück ist das nächste Spiel am Donnerstag, 19. Juni, puh, Schwein gehabt. Sergio Conceicao, dieser Name wird auch Michael Ballack noch ein Begriff sein. Denn auch der heutige Kapitän stand damals auf dem Platz, als der Portugiese die deutsche Mannschaft im letzten Vorrundenspiel alleine vorführte mit seinen drei Toren. Allerdings wurde Ballack damals zur Pause ausgewechselt, und da stand es noch 0:1. Für ihn kam übrigens Paulo Rink. Andere Helden von damals heißen Jens Nowotny, Marko Rehmer, Thomas Linke, Carsten Jancker und klar, Lothar Matthäus. Eingewechselt wurde bei den Portugiesen übrigens auch Nuno Gomes, der am im Spiel am Donnerstag wieder dabei sein wird. Damals hieß es, nie zuvor sei eine deutsche Mannschaft so einfallslos, so lethargisch und so bewegungsarm aufgetreten. Dieses EM-Aus in der Vorrunde markiert einen der Tiefpunkte der deutschen Fußballgeschichte. Ja Rudi, die tieferen Tiefpunkte gab es damals noch, auch wenn sich Völler in seiner Wutrede später so vehement über das Ausrufen immer neuer Tiefpunkte beschwerte. Danach ging es aber wieder bergauf, mit dem Spiel um Platz drei bei der WM 2006 und den beiden Toren von Bastian Schweinsteiger. Damit ist klar, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Aber was, wenn die Portugiesen diese nicht verstehen? Christian Tretbar

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