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Die BR Volleys in der Bundesliga-Finalserie 2016 : Nicolas Le Goff geht - zwei Neue kommen

Nach einer sehr erfolgreichen Saison basteln die BR Volleys an einem neuen Kader. Nicolas Le Goff wird die Berliner verlassen. Mehr in unserem Final-Blog.

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Nicolas Le Goff (l.) wechselt in die Türkei.
Nicolas Le Goff (l.) wechselt in die Türkei.Foto: imago/Sebastian Wells

6. Mai: Der Franzose Nicolas Le Goff verlässt die BR Volleys und wechselt in die Türkei. Der Mittelblocker hat einen Vertrag bei Istanbul BBSK unterschrieben.

3. Mai: Es heißt ja, auf dem Höhepunkt solle man gehen. Tomas Kmet jedenfalls scheint dies zu beherzigen, der Mittelblocker wird seine Karriere beenden. Der 34-Jährige feierte mit den BR Volleys vier deutsche Meisterschaften, in dieser Saison gelang dem Slowaken mit den Berlinern das Triple. Außerdem gab es am Dienstag weitere Neuigkeiten rund ums Team: Tsimafei Zhukouski bleibt für ein weiteres Jahr, mit Paul Carroll laufen die Verhandlungen noch. Arpad Baroti wird die Volleys verlassen, dafür kommen der niederländische Diagonalangreifer Wouter ter Maat aus Gent und der australische Mittelblocker Nehemiah Mote aus Bühl.

Tomas Kmet beendet seine Karriere.
Tomas Kmet beendet seine Karriere.Foto: Imago

2. Mai: Das Podium auf dem Spielfeld nutzten sie sofort aus. Als die Spieler der BR Volleys darauf warteten, dass ihnen die Meisterschale übergeben wird, führte Erik Shoji gekonnt einige Tanzbewegungen vor und Felix Fischer und Sebastian Kühner hüpften auf den erhöhten Brettern kräftig auf und ab. Mit Siegerehrungen haben die Berliner in dieser Saison eben Erfahrung. Und doch war am Sonntag noch mal vieles anders.

Berlins Paul Carroll jubelt mit der Meisterschale.
Berlins Paul Carroll jubelt mit der Meisterschale.Foto: dpa

Denn die Volleys feierten nun den ersten ihrer drei Titel vor heimischem Publikum. Sie gewannen am Sonntag auch das dritte Spiel der Play-off-Finalserie „best of 5“ mit 3:0 (26:24, 25:16, 25:21) gegen den VfB Friedrichshafen. So holten die Berliner ihren siebten Meistertitel und krönten eine grandiose Saison mit dem ersten Triple in der Vereinsgeschichte. Zum dritten Mal standen sie also im Konfetti-Regen. Golden war er im DVV-Pokal, kunterbunt im CEV-Pokal und nun orange-weiß in der Max-Schmeling-Halle. „Es war eine überragende Leistung“, lobte Manger Kaweh Niroomand. „Die Spieler haben das Kunststück geschafft und sind fokussiert und entspannt zugleich geblieben.“

An ihrer Entschlossenheit ließen die Volleys vor 8120 Zuschauern zu keiner Zeit Zweifel aufkommen. „Wir haben dem Gegner die Bälle quasi in den Hals gedrückt“, sagte Diagonalangreifer Paul Carroll. Der Australier wurde während des Spiels noch besonders motiviert, weil sein fünf Wochen alter Sohn Nolan zum ersten Mal bei einer seiner Partien dabei war. „Ich habe ihn nach meinem Ass zum ersten Satzgewinn gesehen. Das werde ich nie vergessen“, schilderte Carroll. Und Trainer Roberto Serniotti, der am Sonntag seinen 54. Geburtstag feierte, sagte ergriffen: „Das ist so fantastisch. Ich werde eine Weile brauchen, bis ich das alles realisiere.“

Sichtlich bewegt war auch Friedrichshafens Trainer Stelian Moculescu nach Spielende. Für den Rumänen, der den VfB zu 13 Meistertiteln und dem Champions-League-Sieg 2007 geführt hat, war die Niederlage das letzte Spiel nach 19 Jahren als Trainer des Klubs. Als der Hallensprecher das noch mal verkündete, erhob sich das Publikum und applaudierte lange. In Deutschland sei seine Trainerkarriere nun vorbei, sagte Moculescu, eventuell würde ihn noch eine Aufgabe im Ausland reizen. So sehr sich die Berliner auch stets erbitterte Duelle mit ihm geliefert haben, Niroomand würdigte Moculescu: „Er hat immer dafür gesorgt, dass Friedrichshafen richtig stark war.“ Am Sonntag waren die Volleys jedoch etwas besser.

Was das Triple für die Volleys und die Liga bedeutet, beschreiben wir im Saison-Kommentar.

Und wer die Höhepunkte des Spiels noch einmal in Bewegtbildern sehen möchte, kann dies hier tun:

1. Mai (III): Für den entscheidenden Punkt mussten die Berliner Spieler gar nichts machen. Bei ihrem dritten Matchball schlug Friedrichshafens Mittelblocker Maximiliano Gauna den Aufschlag ins Netz – und sie konnten einfach nur jubeln. Denn die BR Volleys gewannen am Sonntag auch das dritte Spiel der Play-off-Finalserie „best of 5“ mit 3:0 (26:24, 25:16, 25:21) gegen den VfB Friedrichshafen. So holten die Berliner ihren siebten Meistertitel und krönten eine überragende Saison. Denn die Volleys gewannen in diesem Jahr ja auch den DVV-Pokal und den europäischen CEV-Pokal. Sie haben nun das erste Triple in der Vereinsgeschichte geholt.

Dass wirklich etwas Historisches möglich war, deutete sich schon vor dem ersten Ballwechsel an. Die ohnehin schon große Lautstärke in der Max-Schmeling-Halle war am Sonntag noch einige Dezibel lauter. Die 8120 Zuschauer, darunter Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) und der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), schrien noch lauter und hauten noch stärker in ihre Klatschpappen als sonst. Vor Spielbeginn wurde das Publikum bereits in eine Choreographie mit einbezogen. Alle Zuschauer schwenkten weiße und orangefarbene Pappen auf den Tribünen.

Tulpen, Konfetti und die Berliner Spieler mit der Meisterschale.
Tulpen, Konfetti und die Berliner Spieler mit der Meisterschale.Foto: dpa

Und die Volleys gaben ihnen im ersten Satz auch sofort Grund zum Jubeln. Paul Carroll brachte die Berliner mit einem Ass 2:1 in Führung. Mit variablem Angriffsspiel verteidigten sie diese knappe Führung (9:8), doch die Friedrichshafener, die auf den verletzten Mittelblocker Alexey Nalobin verzichten mussten, hielten stets dagegen. Mitte des ersten Satzes hatte dann VfB-Zuspieler Simon Tischer große Momente. Der Kapitän der Friedrichshafener setzte seine Teamkollegen so gekonnt in Szene, dass die Gäste auf 13:11 davonzogen. Beide Mannschaften überboten sich nun mit spektakulären Aktionen. Friedrichshafens französischer Außenangreifer Baptiste Geiler versenkte einen Ball mit einem Kunstschlag aus nahezu unmöglichen Winkel zum 14:12. Doch Berlins Robert Kromm antwortete kurz darauf mit einem Einzel-Block zum 15:15.

Der Kapitän der Volleys brachte dann sein Team mit einem Ass in Führung (17:16). Und nach einem weiteren Ass von Zuspieler Tsimafei Zhukouski lag die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti erstmals mit drei Punkten vorne (21:18). Aber Friedrichshafen gab sich nicht auf. Und VfB-Trainer Stelian Moculescu, der seine erfolgreiche Karriere nun beendet, hatte noch ein paar taktische Tricks auf Lager. Beim Stand von 21:22 aus Sicht der Gäste wechselte der Rumäne den zweiten Zuspieler Tomas Kocian ein. Mit Kocians geschickten Aufschlägen drehten die Friedrichshafener den Spielstand prompt auf 23:22. Berlins Coach Serniotti dachte sich dann wohl: Das kann ich auch. Der Italiener wechselte den zweiten Volleys-Zuspieler Sebastian Kühner ein. Ihm gelang sofort ein Ass zum 24:23 – und Carroll verwandelte danach den zweiten Satzball zum 26:24.

Im nächsten Durchgang gerieten die Berliner allerdings gleich wieder unter Druck. Sie lagen in der Anfangsphase mit 6:8 hinten. Dann fand jedoch Paul Lotman voll in die Partie. Der amerikanische Außenangreifer überwand den gegnerischen Block mit cleveren Schlägen und trumpfte auch bei den Aufschlägen auf. Beim Stand von 8:8 gelangen ihm drei überragende Aufschläge, zwei davon waren Asse, und die Volleys zogen auf 11:8 davon. Seine Mitspieler präsentierten fortan ebenfalls ihre große Aufschlagstärke. Zhukouski gelang ein Ass, Kühner ein weiteres und Lotman legte noch eines nach. Schließlich gewannen die Berliner auch den zweiten Satz am Ende deutlich mit 25:16.

Die Überlegenheit bei den Aufschlägen zeigten die Volleys auch im dritten Durchgang. So drehten sie erneut einen anfänglichen Rückstand (3:5) dank Assen von Zhukouski und Carroll sowie starken Blocks von Lotman in ein 14:10. Diesen Vorsprung ließen sich die Berliner nicht mehr nehmen. Sie gewannen auch den dritten Satz mit 25:21 – und dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

Berlins Spieler jubeln.
Berlins Spieler jubeln.Foto: dpa

1. Mai (II): Die BR Volleys haben es geschafft. Die Berliner gewannen auch das dritte Spiel in der Finalserie der deutschen Meisterschaft gegen den VfB Friedrichshafen und sind mit einem glatten 3:0 in der "best of 5"-Serie neuer Deutscher Meister. Am Sonntag ließen BR Volleys um ihren Trainer Roberto Serniotti nichts anbrennen und setzten sich klar 3:0 (26:24, 25:16, 25:21) durch. Durch den Erfolg gegen die Mannschaft vom Bodensee feierten die Berliner bereits ihren dritten Titel in dieser Saison, auch im nationalen Pokal sowie dem CEC-Cup waren die BR Volleys erfolgreich. Im Vorjahr noch hatten die Volleys noch die fast schon sicher geglaubte Meisterschaft im Finale gegen Friedrichshafen aus den Händen gegeben. Mehr gibt es gleich hier im Blog.

Abwehrbereit. Die Berliner streben gegen Friedrichshafen wieder ein starkes Blockspiel an.
Abwehrbereit. Die Berliner streben gegen Friedrichshafen wieder ein starkes Blockspiel an.Foto: dpa

1. Mai: Robert Kromm kann sich noch sehr gut an die Finalserie der vergangenen Saison erinnern. Vor einem Jahr führten die BR Volleys gegen den VfB Friedrichshafen bereits mit 2:1 und hatten die große Chance, mit einem Sieg im Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle den vierten Meistertitel nacheinander zu gewinnen. Doch die Berliner vergaben vor ausverkaufter Halle ihren Matchball, unterlagen dann auch in Friedrichshafen und mussten dem Rivalen bei der Meisterfeier zuschauen.

Deswegen fordert Kapitän Kromm vor dem heutigen Heimspiel um 15 Uhr: "Wir sollten in diesem Spiel nicht so sehr an den Titel denken, sondern uns lieber Punkt für Punkt voranarbeiten. Das wird mit Sicherheit das schwerste Spiel der Finalserie." Auch Volleys-Sportdirektor Roko Sikiric sagt zurückhaltend: "Wir müssen fokussiert bleiben. Es könnte ja auch noch drei Spiele geben." 

Die Friedrichshafener geben sich hingegen längst nicht geschlagen. "Berlin hat nun auch Druck", sagt Kapitän Simon Tischer. "Sie wollen zu Hause Meister werden, aber ich weiß, dass wir definitiv eine Chance haben, ihnen ein Spiel zu klauen."

Übrigens: Roberto Serniotti hat heute Geburtstag, wir haben den Italiener porträtiert.

Berlins Spieler wollen auch am Sonntag jubeln.
Berlins Spieler wollen auch am Sonntag jubeln.Foto: dpa

30. April: Am Sonntag also könnten die Berliner vor eigenem Publikum alles klar machen. Um 15:00 Uhr beginnt das dritte Spiel in der Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen, Tickets gibt es ab 9 Euro. Auch wenn die BR Volleys 2:0 führen, könnte die Finalserie noch spannend werden. "Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, dürfen uns aber auf keinen Fall zu sicher sein. Friedrichshafen wird sich nicht aufgeben und am Sonntag erneut alles versuchen", sagt Volleys-Trainer Roberto Serniotti. Sein Gegenüber, Stelian Moculescu, setzt auf eine geduldige Spielweise. "Schnell, schnell geht gegen Berlin nicht. Wir müssen geduldig sein, die Bälle bis zum Ende spielen und dann ist das Spiel, wie auch beim letzten Spiel, offen", sagt er.

Die BR Volleys stehen kurz vor der Meisterschaft.
Die BR Volleys stehen kurz vor der Meisterschaft.Foto: Imago/Koch

29. April (II): Völlig erschöpft waren die Spieler der BR Volleys, als sich Kaweh Niroomand am späten Donnerstagabend von ihnen verabschiedete. „Keiner konnte mehr geradeaus gehen. Alle waren richtig fix und fertig“, beschreibt der Manager die Mannschaft. Seine Spieler hatten sich vollkommen verausgabt – und triumphiert. Mit 3:2 gewannen die Berliner beim VfB Friedrichshafen. In der Play-off-Finalserie „best of 5“ führen sie nun mit 2:0-Siegen. Mit einem Erfolg im nächsten Heimspiel am Sonntag können die Volleys bereits den Meistertitel holen. Diese perfekte Ausgangslage haben sich die Berliner regelrecht erkämpft.

„Volleyballerisch waren wir Friedrichshafen eigentlich unterlegen“, sagt Niroomand. Seine Mannschaft hatte Probleme in der Annahme und mit den eigenen Aufschlägen, auch im Angriff schwankte sie sehr. „Wäre es ein Boxkampf gewesen, hätten wir ihn wohl verloren“, sagt Trainer Roberto Serniotti. Bei der Gesamtpunktzahl lag Friedrichshafen deutlich mit 111:100 vorne. Weil es beim Volleyball jedoch nicht auf die Summe der Punkte, sondern auf die gewonnenen Sätze ankommt, setzten sich die Berliner durch. „Denn wir ziehen einfach unser Spiel durch“, betont Serniotti. Auch Niroomand führt den knappen Erfolg, bei dem die Volleys zwei Matchbälle des Titelverteidigers abwehren mussten, vor allem auf einen Punkt zurück: „Wir verlieren nicht den Kopf. Wir haben uns in den vergangenen Monaten so viel Selbstvertrauen erarbeitet.“

Diese mentale Stärke holten sich die Berliner besonders bei den Spielen im CEV-Pokal. „Nur deshalb lohnt sich der Europapokal für uns“, sagt Niroomand. „Auch wenn wir finanziell draufzahlen, wir bekommen eben ein perfektes Training für die Play-offs.“ Und in dieser Saison könnte ein Europapokalspiel sogar den entscheidenden Impuls dafür gegeben haben, dass die Volleys nun zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte sogar das Triple gewinnen können.

Im Februar mussten die Berliner in dem finnischen Provinzstädtchen Sastamala eine 1:3-Niederlage hinnehmen. „Das war ein einschneidendes Erlebnis, ein Umkehrpunkt der Saison“, sagt Niroomand. Nach der überraschenden Pleite gegen den absoluten Außenseiter setzte der 63-Jährige eine Team-Besprechung an – und die hatte es in sich. Zunächst zeigte Niroomand der Mannschaft Ausschnitte aus dem Spiel, mit denen er darstellen wollte, wie entschlossener die Finnen schon von ihrer Körpersprache gegenüber den Volleys wirkten. Und dann konnte jeder sagen, was ihn gerade stört: die Spieler, der Trainer und natürlich der Manager. „Wir haben offen alles angesprochen“, sagt Mittelblocker Felix Fischer. „Und einige sind auch persönlich geworden. Das hat funktioniert. Da ist jeder wach geworden.“

Viele im Team glauben, ohne die Besprechung nach der Niederlage in Sastamala wären die Berliner niemals so erfolgreich gewesen in dieser Saison. „Seitdem haben wir an jedem kleinen Baustein gefeilt“, sagt Fischer. Und Niroomand betont: „Die Reaktion der Mannschaft auf die Team-Besprechung war super.“ Die Volleys bezwangen die Finnen im Rückspiel mit 3:0 und starteten damit ihren Siegeszug in DVV-Pokal und CEV-Cup.

Am Sonntag könnte diese Erfolgsserie mit dem Meistertitel gekrönt werden. Dann könnten die Berliner zum ersten Mal in der Max-Schmeling-Halle die Meisterschaft gewinnen. Auch die beiden Pokaltitel in dieser Saison holten sie auswärts. Ein Triumph zu Hause „wäre für alle das i-Tüpfelchen“, sagt Fischer. Darum versucht auch Niroomand erst gar nicht, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen: „Das wird kein Spiel wie jedes andere. Trotzdem dürfen wir noch nicht an das Ende denken.“ Wenn er jedoch an sein erschöpftes Team denkt, muss Niroomand zugeben: „Es wäre schon wichtig und schön, wenn die Finalserie schnell vorbei ist.“

29. April: Sie gaben sich einfach nicht auf. Auch wenn am Donnerstagabend vieles gegen BR Volleys sprach, sie kämpften sich immer wieder gegen den VfB Friedrichshafen zurück und holten sich einen überaus knappen 3:2-Sieg beim Titelverteidiger. Unseren Spielbericht lesen sie hier.

Kapitän Robert Kromm (rechts) und den BR Volleys fehlt gegen den VfB Friedrichshafen nur noch ein Sieg.
Kapitän Robert Kromm (rechts) und den BR Volleys fehlt gegen den VfB Friedrichshafen nur noch ein Sieg.Foto: dpa

Bewegtbilder haben wir natürlich auch zu bieten. Zunächst einmal Tsimafei Zhukouskis krachender Matchball.

Dann die spannende Schlussphase:

Und wer den kompletten Spielverlauf nachlesen möchte, dem sei erneut der unterhaltsame Twitter-Ticker der BR Volleys ans Herz gelegt. Hier unsere Top 3:

Nummer 3 Tsimafei Zhukouskis Ausbildung in seiner Heimat wäre damit geklärt

Nummer 2 Friedrichshafens Maskottchen weckt seltsame Assoziationen

Nummer 1 Die alte Schule macht eben noch am meisten Eindruck.

28. April (III): BR Volleys entscheiden Fünf-Satz-Krimi für sich

Tsimafei Zhukouski ging in die Knie. Und von allen Seiten kamen seine Teamkollegen auf den Zuspieler der BR Volleys zugestürmt. Der Kroate hatte gerade mit einem Ass den dritten Matchball der Berliner gegen den VfB Friedrichshafen verwandelt – und den Volleys so in einem dramatischen und hochklassigen zweiten Spiel der Play-off-Finalserie „best of 5“ den zweiten Sieg beschert. Die Berliner gewannen am Donnerstagabend nach fünf umkämpften Sätzen vor 2500 Zuschauern in Friedrichshafen mit 3:2 (13:25, 25:21, 25:23, 18:25, 19:17).

Damit führen die Volleys in der Serie mit 2:0 gegen den Titelverteidiger und können mit einem Sieg am Sonntag in Berlin den Meistertitel gewinnen. „Das war enorm schwer heute. Keine Ahnung, wie wir das wieder gewonnen haben. Das war echt gut“, sagte Kapitän Robert Kromm.

Dabei hatte die Partie für die Volleys sehr schlecht begonnen. Die Berliner erzeugten wenig Druck im Angriff, ihnen unterliefen leichte Fehler in der Abwehr und so lagen sie schnell mit 2:6 zurück. Trainer Roberto Serniotti nahm bereits nach acht Ballwechseln die erste Auszeit. Doch die Berliner fanden einfach ihren Rhythmus nicht. Sie konnten den starken Aufschlägen der Friedrichshafener kaum etwas entgegensetzen und so wuchs der Rückstand weiter an (10:16). Schließlich sagte Serniotti zu seinen Spielern beim Stand von 13:21: „Wir nutzen diesen Satz, um in das Spiel zu kommen.“

Und so kam es dann auch. Die Volleys verloren den ersten Durchgang zwar mit 13:25, aber danach waren sie voll da. Mit starken Aufschlägen von Kromm und erfolgreichem Block-Spiel zogen sie im nächsten Satz auf 8:3 davon. Neben Kromm agierte nun auch Paul Carroll auf dem hohen Niveau des ersten Finalspiels. Krachend schloss der Australier zahlreiche Angriffe ab. Auch als die Friedrichshafener noch einmal auf 20:21 herankamen, behielten die Volleys in den nächsten umkämpften Ballwechseln die Oberhand und gewannen den zweiten Satz mit 25:21.

Auch im folgenden Durchgang lieferten sich beide Mannschaften ein enges Duell. Dank starker Aufschläge von Friedrichshafens Zuspieler Simon Tischer gingen die Gastgeber zwar mit 14:10 in Führung, aber die Berliner gaben danach kaum einen Ball mehr verloren. Nach vielen spektakulären Ballwechseln glichen sie aus und holten sich eine knappe Führung (17:16). Als Zhukouski ein wuchtiges Aufschlag-Ass gelang, lagen die Volleys erstmals mit zwei Punkten vorn (19:17). Diesen Vorsprung nutzten sie zum Gewinn im dritten Satz (25:23).

Im nächsten Durchgang mussten die Berliner allerdings wieder sofort einem Rückstand hinterherlaufen (3:6). Zwar arbeiteten sie sich stetig heran und führten bei 13:12 kurz. Doch danach kamen die Gastgeber wieder stärker auf und holten sich mit 25:18 den 2:2-Satzausgleich. Der Tie-Break war dann ein Nervenspiel. Die Volleys lagen auch dort bereits fast aussichtslos mit 2:6 zurück, kamen aber wieder heran (11:11). Schließlich mussten die Berliner sogar zwei Matchbälle abwehren, bis sie dann mit Zhukouski jubeln konnten.

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