Sport : Die Breisgau-Alternative

Hertha BSC muss beim SC Freiburg gewinnen

Michael Rosentritt

Berlin - Falko Götz hat den Mittwochabend in Hamburg verbracht, rein dienstlich versteht sich. Er sah den lockeren 4:0-Sieg des Hamburger SV über den SC Freiburg, Herthas morgigem Gegner in der Fußball-Bundesliga. Doch wer geglaubt hatte, dass Freiburgs Niederlage das Gesicht von Herthas Trainer erhellt hätte, sah sich getäuscht. Götz sagte: „In diesem Jahr wird Freiburg nicht mehr so schlecht spielen wie in Hamburg.“

Schlecht für Hertha, denn im Breisgau müssen die Berliner eigentlich gewinnen, um Anschluss an die obere Tabellenhälfte herzustellen. „Wir messen die Freiburger an ihrem siegreichen Heimspiel gegen Stuttgart vor einer Woche“, sagt Götz, alles andere wäre der Bedeutung dieses Spiels nicht angemessen. Dieses Spiel, das dritte innerhalb von sieben Tagen, rundet eine englische Woche ab, die für die Berliner bisher wenig erfolgreich war. Hertha verlor in Bielefeld und zu Hause gegen Dortmund. Am gestrigen Tag gab es daher eine umfassende Auswertung und Fehleranalyse. Es sei Klartext gesprochen worden, erzählt Götz. Es gehe darum, „unser Spiel wieder zu verbessern“. Die Mannschaft dürfe nicht so ungestüm und nur durch die Mitte angreifen, sagt Götz. „Wir haben Alternativen im Spiel, die den Spielern auch bekannt sind. Denn das war bisher unsere Stärke.“

Nach knapp einem Drittel der Saison belegt Hertha den elften Tabellenplatz. Das, was an Punkten herausgekommen ist, sei einfach zu wenig, sagt Manager Dieter Hoeneß. Schlechter könne der Tabellenplatz im Vergleich zu den Spielen, die wir abgeliefert haben, nicht sein. Jetzt ginge es darum, „das Pendel in die andere Richtung zu bewegen“.

Am Spielsystem will Trainer Falko Götz nichts ändern. In Freiburg ins Team zurückkehren könnten Niko Kovac, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat, sowie der verletzte Josip Simunic, der nur noch über leichte Beschwerden klagt.

Fredi Bobic, dem eine Schleimbeutelentzündung in der Ferse zu schaffen macht, der aber dennoch spielen will, fand deutliche Worte, um die Ausgangslage vor dem Spiel in Freiburg zu beschreiben. „Die englische Woche hat für uns beschissen begonnen. Jetzt müssen wir sehen, dass wir gut rauskommen.“

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